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23.06.2017

Harmonisches Iftar-Essen der SPD-Landtagsfraktion

Traditionelle Veranstaltung zum muslimischen Fastenbrechen war erstmals in Augsburg zu Gast - Dialog der Kulturen und Teilhabe von Migranten am politischen Leben als Ziele

Mit einem Appell zum Dialog und zum gegenseitigen Respekt hat die SPD-Landtagsfraktion am Donnerstagabend zu ihrem bereits traditionellen Iftar-Essen anlässlich des Ramadans eingeladen. Die neunte Auflage des muslimischen Fastenbrechens fand dieses Jahr erstmals in Augsburg statt.

Der SPD-Integrationspolitiker und Vorsitzende der Enquete-Kommission des Bayerischen Landtags, Arif Tasdelen, appellierte an die in Bayern lebenden Türken, sich stärker einzubringen: „Viele Türken hier interessieren sich mehr für türkische Politik als für die ihren Alltag betreffende Politik in Bayern und Deutschland. Ich fordere gerade die jungen Migranten auf, sich von der Türkei zu emanzipieren und sich stärker in der bayerischen Politik zu engagieren.“ Zugleich machte er sich für größere Mitbestimmungsrechte stark.

Iftar-Essen
Iftar-Essen
Download: Foto in hoher Auflösung (Nutzung kostenfrei)

Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Simone Strohmayr warb in ihrer Rede für mehr Kommunikation zwischen den Kulturen und Weltanschauungen. Zur Integration gehöre auch, dass Religionen in den Schulen ihren Platz bekämen. „Wir brauchen flächendeckenden Islamunterricht für muslimische Kinder an den staatlichen Schulen in Bayern. Derzeit ist das nur für rund ein Sechstel gewährleistet. Hier gibt es noch ganz viel zu tun“, mahnte die schwäbische SPD-Abgeordnete.

Ihr Augsburger Kollege Harald Güller verwies darauf, dass die schwäbische Hauptstadt einen Migrantenanteil von 40 bis 50 Prozent habe. Dies sei eine große Chance und eine Bereicherung für die Stadt. „Zugleich bin ich aber auch besorgt wegen der zunehmenden Spannungen innerhalb der Migrantengemeinschaften. Gerade in der Stadt des Friedens sollte es uns gemeinsam gelingen, die Meinungsverschiedenheiten auszuräumen.“

Iftar-Essen
Iftar-Essen
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Auch der schwäbische SPD-Abgeordnete und Verbraucherschutzpolitiker Herbert Woerlein nahm an der Veranstaltung unter freiem Himmel im Garten eines türkischen Restaurants teil. Er betonte: „Mit dem gemeinsamen Iftar-Essen wollen wir ein bewusstes Zeichen setzen für gegenseitigen Respekt gegenüber unterschiedlichen Kulturen und Religionsgemeinschaften und ihren jeweiligen Glaubensritualen.“

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