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12.07.2017

Steigende Schülerzahlen: SPD erwartet von Spaenle zukunftsfeste Personalplanung

SPD-Bildungssprecher Güll zur Studie der Bertelsmann-Stiftung: Zahlen sind Weckruf

Der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Martin Güll, ist alarmiert über die Ergebnisse der heute vorgestellten Studie zur Entwicklung der Schülerzahlen in Deutschland. Diese steigen bis 2025 um rund vier Prozent und bis 2030 wird ein Plus von acht Prozent erwartet. "Auch wenn die Bertelsmann-Stiftung keine bayerischen Zahlen vorlegt, müssen wir davon ausgehen, dass der Freistaat überdurchschnittlich vom Schülerzuwachs betroffen sein wird. Fakt ist: Diese Zahlen sind ein Weckruf. Wir werden es also nicht mehr mit sinkenden Schülerzahlen zu tun haben. Ich erwartete von Kultusminister Ludwig Spaenle, dass er dies zur Kenntnis nimmt und die Schulen aktuell und künftig mehr Personal bekommen", erklärt Güll.

Der Vorsitzende des Bildungsausschusses verweist auf die angespannte Situation in Bayern: Bereits heute fehlen Lehrkräfte an den Grund- und Mittelschulen, an den Berufs- und Förderschulen. Alle Lehrkräfte versuchen gemeinsam in einer dauerhaften Kraftanstrengung Unterrichtsausfall zu verhindern, ältere Lehrkräfte verlängern ihre Lebensarbeitszeit, im Extremfall übernehmen schon mal Studierende eine Klassenleitung. Auch die Schulleitungen arbeiten vielerorts schon lange deutlich über dem Belastungslimit. "Die Lage ist schon dramatisch. Ich erwarte vom Kultusminister, dass er sagt, wie er die aktuelle Situation in den Griff bekommt und ich erwarte eine solide Personalplanung für die Zukunft", erklärt Güll.

Am morgigen Donnerstag (13. Juli) befasst sich der Bildungsausschuss mit zwei Petitionen aus dem Landkreis Starnberg und aus dem Landkreis Rottal-Inn wegen miserabler Personalausstattung an örtlichen Schulen.

Martin Güll

Vorsitzender des Bildungsausschusses im Bayerischen Landtag und bildungspolitischer Sprecher der BayernSPD-Landtagsfraktion

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