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01.12.2017

Unterschätzte Gefahrenquellen im Advent (Mit O-Ton)

Ehemaliger Berufsfeuerwehrmann und heutiger SPD-Abgeordneter Stefan Schuster: So hoch ist die Brandgefahr durch Kerzen

O-Ton ehemaliger Berufsfeuerwehrmann und heutiger SPD-Abgeordneter Stefan Schuster

Die Adventszeit ist Kerzenzeit – und leider auch die Zeit der Wohnungsbrände. Kerzen und Weihnachtsdekoration sind eine nicht zu unterschätzende Gefahr, wie der frühere Berufsfeuerwehrmann und heutige SPD-Abgeordnete Stefan Schuster unterstreicht: "Es ist ratsam, Kerzen nie unbeaufsichtigt brennen zu lassen. Rauchwarnmelder helfen dabei, früh genug die Gefahr zu erkennen."

Schuster weiß aus erster Hand, wie schnell ein Wohnungsbrand entsteht. Gerade in der Adventszeit musste er in seiner Zeit als Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr Nürnberg häufig Wohnungsbrände bekämpfen. „Wohnungsbrände gehen meistens von einer vermeintlich kleinen Brandquelle aus, die sich rasend ausbreitet. Es ist erschreckend, wie schnell aus einer umgekippten Kerze und einer brennenden Tischdekoration ein Brand werden kann, den man ohne die Feuerwehr nicht mehr in den Griff bekommt“, warnt er.

In der Adventszeit ist die Zahl der möglichen Brandquellen um ein Vielfaches höher als sonst – Kerzen bringen weihnachtliche Stimmung, sind aber auch eine große Gefahr. Schuster erläutert: „Es ist meistens das Zusammenspiel von zwei Faktoren, das aus schönem Kerzenschein ein tödliches Feuer entstehen lässt. Da ist einerseits leicht entflammbares Material rund um die Kerzen, beispielsweise Stoffdekoration, ein trockener Adventskranz oder der Weihnachtsbaum. Richtig gefährlich wird es, wenn die Kerzen dann auch noch unbeaufsichtigt oder mit kleinen Kindern und Haustieren alleine gelassen werden.“

Wie man sich schützt – Rauchmelder und weitere Tipps:

Kinder sind hier besonders in Gefahr, da sie die Gefahr der Flammen und des Rauches nicht rechtzeitig erkennen. Der ehemalige Berufsfeuerwehrmann rät, einen Eimer Wasser griffbereit zu haben und sicherzustellen, dass der Weihnachtsbaum im Brandfall keine Fluchtwege blockiert. Außerdem können Rauchmelder helfen, Brände rechtzeitig zu entdecken, um die Feuerwehr zu alarmieren, die Flammen selbst zu bekämpfen, oder sich in Sicherheit zu bringen.

Studien haben gezeigt, dass sich die Zahl der Brandtoten durch Rauchwarnmelder halbieren lässt. Die SPD-Fraktion hat sich über Jahre für eine Rauchwarnmelderpflicht stark gemacht. „Bis Ende des Jahres müssen in jeder Wohnung solche Geräte hängen. Ich rate dazu, nicht bis zum letzten Moment zu warten und sie schon jetzt zum Beginn der ‚Kerzenzeit‘ einzubauen", erklärt Schuster.

Stefan Schuster

Sprecher der BayernSPD-Landtagsfraktion für Fragen des öffentlichen Dienstes

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