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06.02.2018

SPD kritisiert hohe Zahl befristeter Arbeitsverträge im Bereich des Landwirtschaftministeriums

Agarpolitischer Sprecher Arnold: Ausgerechnet im Zentrum für Nachhaltigkeit ist jeder zweite Arbeitsplatz befristet

Der agrarpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Horst Arnold kritisiert die hohe Zahl befristeter Arbeitsverträge im Geschäftsbereich des bayerischen Landwirtschaftsministeriums. Wie eine aktuelle Anfrage (PDF, 101 kB) ergab, waren dort 2017 5873 Personen beschäftigt, davon 800 oder 14 Prozent befristet. Besonders akut ist die Situation im Technologie- und Förderzentrum für nachwachsende Rohstoffe in Straubing, das 50 Prozent der Mitarbeiter befristet beschäftigt. "Die Staatsregierung predigt gerne Nachhaltigkeit, gleichzeitig ist ausgerechnet im Zentrum für Nachhaltigkeit jeder zweite Arbeitsplatz befristet. Das ist reiner Hohn!", erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende.

In der Landesanstalt für Landwirtschaft sieht es nicht besser aus. Hier stieg die Zahl der befristeten Arbeitsverträge von 21 Prozent im Jahr 2012 auf aktuell 25 Prozent. Arnold: "Jeder vierte Mitarbeiter muss dort um seinen Arbeitsplatz bangen. Gleichzeitig kommen immer neue Herausforderungen auf das Landesamt für Landwirtschaft zu: Ernährungsbildung, Glyphosatexitstrategie oder der Kampf gegen Bodenerosion."

Wer Erfolge von zuverlässigen Mitarbeitern feiere, sollte ihnen und ihren Familien auch eine Zukunftsperspektive geben. Der weitere Personalabbau müsse dringend gestoppt werden und die von der SPD-Landtagsfraktion beantragten Entfristungen (PDF, 90 kB) umgehend vollzogen werden, fordert Arnold.

Horst Arnold

Stellvertretender Vorsitzender der BayernSPD-Landtagsfraktion und agrarpolitischer Sprecher

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