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07.02.2018

Sind gefährliche multiresistente Keime auch in bayerischen Gewässern zu finden?

SPD-Umweltsprecher Scheuenstuhl fordert Bericht der Staatsregierung und Überwachung betroffener Flüsse und Seen - Morgen Thema im Umweltausschuss

Der SPD-Umweltsprecher Harry Scheuenstuhl bringt das Thema multiresistente Keime in bayerischen Flüssen und Seen in den Landtag: In einem aktuellen Antrag (PDF, 88 kB), der morgen dem Umweltausschuss vorliegt, fordert er die Staatsregierung auf, zu berichten, in welchen bayerischen Gewässern es multiresistente Erreger gibt und wodurch sie verursacht werden. "Diese Keime gehören nicht in Flüsse und Seen. Sie sind für Mensch und Tier sehr gefährlich und können schwere Erkrankungen hervorrufen, die kaum behandelt werden können. Wir müssen das Problem sehr ernst nehmen", erklärt Scheuenstuhl.

Wie aktuelle Ergebnisse von Gewässerproben aus Niedersachsen zeigen, waren dort alle untersuchten Gewässer belastet. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums sterben in Deutschland jedes Jahr 15.000 Menschen an Erkrankungen, die durch multiresistente Keime verursacht wurden. Die Erreger gelten als eine der größten Gesundheitsgefahren.

Scheuenstuhl geht davon aus, dass auch bayerische Flüsse und Seen belastet sind und fordert daher, die Ursachen umgehend ausfindig zu machen und zu beseitigen. Infrage kommen unter anderem Kläranlagen und Einträge aus der Landwirtschaft. Der mittelfränkische Abgeordnete hält es weiter für erforderlich, heimische Gewässer regelmäßig auf Belastungen zu testen.

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