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09.02.2018

Antibiotikaresistente Keime auch in bayerischen Gewässern

SPD-Umweltsprecher Harry Scheuenstuhl: Naturfreibäder und Badegewässer müssen vor dem Start der Badesaison überprüft werden

Die rund 300 ausgewiesenen Naturbäder (siehe hier) in Bayern müssen rechtzeitig vor dem Start der neuen Badesaison auf antibiotikaresistente und multiresistente Keime überprüft werden. Zudem müssen die Überprüfungen in regelmäsigen Abständen wiederholt werden. Das fordert der Umweltsprecher der SPD im Bayerischen Landtag Harry Scheuenstuhl.

Nachdem zuletzt multiresistente Keime in niedersächsischen Gewässern für Wirbel gesorgt hatten, sind antibiotikaresistente Keime nun auch in bayerischen Gewässern nachgewiesen worden, wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mitteilte. "Damit ist nicht zu spaßen", unterstreicht Scheuenstuhl. "Diese Keime gehören nicht in Flüsse und Seen. Sie sind für Mensch und Tier sehr gefährlich und können schwere Erkrankungen hervorrufen, die kaum behandelt werden können. Wir brauchen jetzt dringend einen Plan, wie unsere heimischen Badegewässer lückenlos und regelmäßig überprüft werden können!"

Scheuenstuhl hatte das Thema gestern (8. Februar) mit einem Antrag im Umweltausschuss in den Landtag gebracht. Darin hatte er die Staatsregierung aufgefordert, zu berichten, in welchen bayerischen Gewässern es multiresistente Erreger gibt und wodurch sie verursacht werden. Der SPD-Politiker kündigte an, einen weiteren Antrag einzubringen, in dem er die Überprüfung sämtlicher Badegewässer fordert.

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