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19.06.2018

„Kein Mensch flieht freiwillig“ - SPD-Abgeordnete Kathi Petersen zum morgigen Weltflüchtlingstag

UNHCR-Bericht zeigt: Fast 70 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht

68,5 Mio. Menschen waren im Jahr 2017 auf der Flucht vor Bürgerkrieg, Terror und Verfolgung. Diesen traurigen Rekord vermeldet das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) in seinem aktuellen Bericht anlässlich des morgigen Weltflüchtlingstags (20. Juni 2018).

Die entwicklungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Kathi Petersen, fordert deshalb eine grundsätzlich gerechtere Wirtschaftspolitik. „Es muss um die Bekämpfung von Fluchtursachen gehen, nicht um die Abschottung gegen Flüchtlinge“, mahnt Petersen. „Kein Mensch flieht freiwillig. Tragen wir mit dazu bei, dass Menschen in ihrer Heimat eine Perspektive haben.“

Mit seiner derzeitigen Politik produziere der Westen in den Ländern des globalen Südens genau die Verhältnisse, vor denen die Menschen fliehen, kritisiert die Schweinfurter Landtagsabgeordnete: „Das müssen wir ändern.“ So müssten Rüstungsexporte gestoppt, die wirtschaftlichen Beziehungen fair gestaltet und der Klimaschutz ernst genommen werden.

Die Absicht von Bundesinnenminister Seehofer, Menschen an der deutschen Grenze abzuweisen, sei inhuman und rechtswidrig. Zumal immer weniger Flüchtlinge nach Deutschland kämen, nicht mehr. Im Jahr 2017 waren nur knapp 190.000 Asylsuchende in Deutschland registriert worden. 2015 waren es noch 890.000 gewesen.

Den Bericht des UNHCR finden Sie hier

Kathi Petersen

Sprecherin für Entwicklungspolitik der BayernSPD-Landtagsfraktion und Vorsitzende der Arbeitsgruppe Kirche und SPD

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