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21.06.2018

Nur acht Prozent Öko-Landbau in Bayern

SPD-Abgeordnete Ruth Müller fordert stärkere Förderung der heimischen Produktion - Langfristig 20 Prozent Öko-Anteil als Ziel

Nur acht Prozent der bayerischen Bauern betreiben ökologischen Landbau. Dies geht aus der Antwort den Agrarministeriums auf eine parlamentarische Anfrage (PDF, 372 kB) der SPD-Abgeordneten Ruth Müller hervor. Während Schwaben (12 Prozent) und Oberbayern (11 Prozent) relativ gut dastehen, hinken andere Regierungsbezirke, wie z.B. Niederbayern mit 5 Prozent, stark hinterher.

Insgesamt steigen die Zahlen bayernweit seit Jahren leicht an, aber leider nicht ausreichend, wie die Landshuter Abgeordnete Müller, die Mitglied im Landwirtschaftsausschuss ist, bedauert: „Immer mehr Menschen legen Wert auf ökologische Lebensmittel. Leider kann diese Nachfrage noch nicht mit heimischen Produkten befriedigt werden. Aber es macht doch keinen Sinn, zum Beispiel Bio-Kartoffeln aus Ägypten zu importieren, statt hier einfach mehr anzupflanzen."

Die SPD-Landtagsfraktion setzt sich für eine umweltverträgliche und dem Tierwohl Rechnung tragende Landwirtschaft ein, wie Müller betont: "Wir wollen den Anteil des Öko-Landbaus langfristig auf 20 Prozent steigern. Dazu müssen der Öko-Landbau und der Absatz der ökologisch erzeugten Produkte jedoch viel stärker gefördert werden als bisher! Es läuft etwas schief in unserem Land, wenn Investitionsförderungen in der Landwirtschaft hauptsächlich in extrem große Betriebe mit industriellem Charakter fließen. “

Die Zahl der Öko-Tierhalter ist in Bayern ebenfalls gestiegen, von 3.578 im Jahr 2000 auf 6.483 im Jahr 2017. „Wir begrüßen diese Entwicklung, bei der es jedoch auch starke Unterschiede in den Regierungsbezirken gibt. Eine stärkere Zunahme der Anzahl der Öko-Tierhalter ist wünschenswert, denn die Verbraucher wissen, dass die Tiere hier besonders artgerecht gehalten werden. Dazu gehören beispielsweiße genügend Auslauf und die Fütterung mit ökologisch erzeugten Futtermitteln“, ergänzt Müller.

Der Hauptgedanke ökologischer Landwirtschaft ist ein Wirtschaften im Einklang mit der Natur. Ökologische Landbaumethoden wollen dabei stärker als andere einen möglichst geschlossenen Nährstoffkreislauf erreichen, die Bodenfruchtbarkeit erhalten und mehren sowie Tiere besonders artgemäß halten. Öko-Landbau ist damit in besonderem Maße auf Nachhaltigkeit ausgelegt und stärkt zugleich die regionale Wertschöpfung.

Material:

Ruth Müller

Frauenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion. Sprecherin der niederbayerischen SPD-Landtagsabgeordneten

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