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27.07.2018

Markus Rinderspacher: Affäre Kiechle ist auch Affäre Söder

SPD-Fraktionschef fordert lückenlose Aufklärung des wissenschaftlichen Fehlverhaltens der Wissenschaftsministerin und entsprechende Konsequenzen

Angesichts der Vorwürfe gegen Bayerns Wissenschaftsministerin Marion Kiechle fordert der SPD-Landtagsfraktionsvorsitzende Markus Rinderspacher eine rückhaltlose Aufklärung der Vorgänge und Konsequenzen des Ministerpräsidenten.

Recherchen des Bayerischen Rundfunks und der Süddeutschen Zeitung zusammen mit NDR und WDR zeigen, dass die Ministerin und Medizinprofessorin eklatant gegen die Regeln wissenschaftlichen Arbeitens verstoßen hat. Sie hatte verschwiegen, dass sie Anteile an einer Firma hält, für deren medizinischen Test sie offensiv Werbung gemacht hatte.

Rinderspacher betont: „Eine Wissenschaftsministerin hat selbstverständlich eine enorme Vorbildfunktion. Ihr unterstehen ja alle bayerischen Hochschulen. Dass ausgerechnet Frau Kiechle hier diesen Interessenskonflikt verschwiegen hat, ist keine Bagatelle. Das internationale Renommee des Wissenschaftsstandorts Bayern darf nicht beschädigt werden. Der Vorwurf wiegt schwer, dass Frau Kiechle wirtschaftliche Eigeninteressen wichtiger waren als wissenschaftliche Wahrheit.“

Rinderspacher erinnert daran, dass Kiechle von Ministerpräsident Söder in einem Hauruckverfahren zur Wissenschaftsministerin gemacht worden war: „Wenn der Ministerpräsident die Affäre Kiechle weiter einfach so laufen lässt, wird sie auch zu einer Affäre Söder."

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