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29.07.2018

VdK Bayern mit dem Wilhelm-Hoegner-Preis 2018 ausgezeichnet

Natascha Kohnen würdigt Arbeit des Sozialverbands als konsequent und professionell - VdK-Landesvorsitzendes Ulrike Mascher dankt der SPD-Landtagsfraktion und fordert mehr Gewicht für die Sozialpolitik

Der Sozialverband VdK Bayern ist am Sonntag mit dem Wilhelm-Hoegner-Preis der BayernSPD-Landtagsfraktion ausgezeichnet worden. Bayerns langjährige VdK-Präsidentin Ulrike Mascher nahm den Preis im Bayerischen Landtag stellvertretend für die mehr als 670.000 Mitglieder des VdK-Landesverbands entgegen. Mit der höchsten Auszeichnung der Landtags-SPD wird der vorbildliche Einsatz des Verbands für sozial benachteiligte Menschen gewürdigt.

Natascha Kohnen sagte in ihrer Laudatio: „Liebe Ulrike Mascher, Dir und Deinen Kolleginnen und Kollegen an dieser Stelle tausend Dank dafür, dass Ihr Eure Stimme so konsequent und professionell erhebt und ein Fels in der Brandung der Berichterstattung seid! Gerade in Zeiten wie diesen - mit dem immer rauer werdenden Ton in öffentlichen Diskussionen - tut es gut, Euch als konstruktive Autorität in Fragen der Gerechtigkeit an unserer Seite zu wissen.“

Kohnen lobte: „In Bayern gewährleistet das flächendeckende Betreuungsnetz mit rund 2000 Ortsverbänden, dass jedes Mitglied einen VdK-Ansprechpartner in seiner Nähe findet. Und die Menschen wissen auch gerade die Sozialrechtsberatung als einzigartig zu schätzen. Erfahrene Experten helfen VdK-Mitgliedern durch den Paragrafendschungel, beraten und vertreten sie vor den Sozial- und Verwaltungsgerichten hochprofessionell und bis zur letzten Instanz.“

Die bayerische VdK-Landesvorsitzende Mascher dankte für die Auszeichnung ihres Verbands mit dem Wilhelm-Hoegner-Preis: "Wir sind stolz auf diese Auszeichnung." Sie machte sich dafür stark, dass sozialpolitische Themen prominenter auf die Tagesordnung des Landtagswahlkampfs kommen. Mascher sprach das riesige Problem der Altersarmut im reichen Bayern an: "Gerade viele ältere Frauen wissen nicht, wie sie über die Runden kommen sollen."

Zugleich stellte die VdK-Landesvorsitzende fest, dass offenbar ja genug Geld vorhanden sei, wenn eine neue bayerische Kavallerie und ein Raumfahrtprogramm vom Staat finanziert werden können. "Warum wird es nicht in Kitas und Schulen gesteckt? Da müssen wir endlich vorankommen!" Auch die Sicherstellung einer flächendeckenden Gesundheitsversorgung und die Unterstützung von Pflegenden sind nach Einschätzung Maschers vorrangige Themen.

SPD-Fraktionschef Markus Rinderspacher erinnerte daran, dass der Wilhelm-Hoegner-Preis jedes Jahr an Persönlichkeiten und Initiativen vergeben wird, die sich „in besonderer Weise um den Erhalt und die Sicherung der Freiheits- und Bürgerrechte verdient gemacht haben“. Er betonte: „Soziale Grundrechte zu verwirklichen, bleibt gerade heute und mehr denn je eine fortwährende Aufgabe. Sozial Benachteiligte mit ihren Sorgen nicht allein lassen – diesem Credo folgt der Sozialverband VdK Bayern mit viel Engagement und Herzblut. Wo es um Menschlichkeit, Solidarität und soziale Gerechtigkeit geht, nimmt der VdK eine kämpferische Vorreiterrolle ein. Der Einsatz des VdK für Rentner, Menschen mit Behinderung, chronisch Kranke, Pflegebedürftige und deren Angehörige, Familien, ältere Arbeitnehmer und Arbeitslose ist vorbildlich.“

Der Wilhelm-Hoegner-Preis wird seit 1987 verliehen und ist benannt nach dem früheren bayerischen Ministerpräsidenten Wilhelm Hoegner. Er war von 1945 bis 1946 und von 1954 bis 1957 Bayerischer Ministerpräsident. Der Sozialdemokrat gilt zudem als Vater der heutigen bayerischen Verfassung.

Zu den bisherigen Preisträgern zählen Max Mannheimer, Dr. Hans-Jochen Vogel, Dr. Hildegard Hamm-Brücher, Martin Schulz, Dieter Hildebrandt, Günter Verheugen, Andrea Nahles, die Biermösl Blosn, Dr. Hubert Weinzierl, Heinrich Albertz, Carl Amery, Regine Hildebrandt und Prof. Dr. Heribert Prantl. Als Institutionen wurden in der Vergangenheit der Deutsche Gewerkschaftsbund in Bayern, die „Weiße Rose Stiftung“, das „Bayerische Bündnis für Toleranz“, der Verein „Gegen Vergessen – für Demokratie“ sowie mehrere Obdachlosenzeitungen ausgezeichnet.

Ausführliche Informationen über die Hoegner-Preisträger bis 2014 hier.

Fotos zur Veranstaltung finden sich hier.

089 4126 2347