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31.07.2018

Drohender Wassermangel in Bayern: SPD fordert wirksame Maßnahmen, um Trinkwasserversorgung auch in Zukunft sicher zu stellen

Umweltexperte Scheuenstuhl: Rekordhitze verstärkt Problematik noch - Öffentlich-rechtliches Wassermanagement ist überfällig

Angesichts des drohenden Wassermangels in Bayern fordert der Umweltexperte der BayernSPD-Landtagsfraktion Harry Scheuenstuhl die Staatsregierung auf, endlich ein wirksames Konzept vorzulegen und insbesondere gegen die Folgen des Klimawandels vorzugehen. "Von 90 Grundwassermessstellen haben allein in den letzten drei Jahren 51 ihre historischen Rekordtiefstände verzeichnet", stellt Scheuenstuhl fest. "Die momentane Rekordhitze in Europa verstärkt die Problematik natürlich noch zusätzlich. Hier muss endlich gehandelt werden!"

Erst im Juni hatte die SPD-Fraktion in einem Dringlichkeitsantrag Maßnahmen gefordert. "Von der CSU kam nur Spott und der Hinweis, dass eine Dringlichkeit nicht gegeben sei", betont Scheuenstuhl. "Mittlerweile dürfte das selbst die Staatsregierung anders sehen, aber effiziente Maßnahmen kündigt sie dennoch nicht an."

Scheuenstuhl mahnt an, ein öffentlich-rechtliches Wassermanagement zu schaffen, wodurch drohende Wasserknappheit frühzeitig erkannt werden könne. Des weiteren müsse die unkontrollierte Entnahme von Grundwasser in Gebieten mit niedrigen Grundwasserständen endlich gestoppt werden. "Um eine bessere Kontrolle der Wasserentnahmen und ein gemeinsames Wassermanagement beim Grundwasser möglich zu machen, muss die Gründung von genossenschaftlichen oder öffentlich-rechtlichen beziehungsweise kommunalen Wasserverbänden vorangetrieben werden. Unsere lebenswichtigen Trinkwasserreserven könnten bedeutend besser geschont werden, wenn die Staatsregierung gegen die rasant voranschreitende Zubetonierung Bayerns wirksam vorgehen würde!"

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