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07.08.2018

Einkommen in Bayern sehr ungleich verteilt - SPD fordert zielgenaue Unterstützung für benachteiligte Personengruppen

Anfrage zeigt: Einkommensstärkstes Zehntel der Bevölkerung ist fast sieben Mal so reich wie das einkommensschwächste

Das Einkommensgefälle in Bayern ist erschreckend groß. Dies geht aus der Antwort der Staatsregierung auf eine Anfrage hervor, die SPD-Arbeitsmarktpolitikerin Angelika Weikert gestellt hat. "Bayern ist ein wirtschaftlich starkes Land – aber längst nicht alle profitieren davon. Laut Staatsregierung verfügt das einkommensschwächste Zehntel der bayerischen Bevölkerung lediglich über 3,5 Prozent des Gesamteinkommens im Freistaat, das einkommensstärkste Zehntel hingegen über 23,8 Prozent – und damit fast sieben Mal so viel," fasst Weikert zusammen." Der Freistaat ist deshalb gefordert, diese ärmeren Menschen zielgenau zu unterstützen. Hier braucht es Beratungsangebote, öffentlich geförderte Beschäftigungsmöglichkeiten, bessere Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie eine Stärkung der Tarifbindung. Kurzum: eine Offensive für gute und sichere Arbeit in Bayern!“

Die Staatsregierung bezieht sich in ihrer Antwort vor allem auf die Zahlen des Mikrozensus von 2015. Auswertungen der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) zeigen zudem, dass die Schere zwischen Arm und Reich von 2003 bis 2013 deutlich größer geworden ist. So hatte das einkommensstärkste Zehntel im Jahr 2003 5,5-mal so viel Geld aus regelmäßigen Einnahmen zur Verfügung wie das einkommensschwächste, 2013 hingegen bereits 6,7-mal so viel (laut Mikrozensus 6,8).

Erst vor wenigen Wochen hatte die SPD-Fraktion einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag (anbei) in den Landtag eingebracht, der allerdings mit den Stimmen der CSU-Mehrheitsfraktion abgelehnt wurde.

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