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15.08.2018

Scheuers Modellstädte-Plan geht in die falsche Richtung - Bayern braucht mehr Investitionen in den Nahverkehr

Umweltexperte Florian von Brunn: Pendler in Bayern wollen praktikable Alternative zum Auto, dafür reichen die angekündigten Mittel nicht aus

Für den Umweltexperte der BayernSPD-Landtagsfraktion Florian von Brunn sind die von Bundesverkehrsminister Scheuer vorgestellten Pläne, wonach fünf deutsche Modellstädte für stickoxidreduzierende Maßnahmen besonders gefördert werden, reine Zeitverschwendung. "Wenn Herr Scheuer sehen möchte, welche Maßnahmen wirken, braucht er nur nach München zu schauen - hier sind fast alle Konzepte, wie zum Beispiel Apps für alle Verkehrsmittel von Rad über Bahn bis Carsharing, nämlich bereits umgesetzt", erklärt von Brunn. "Was es statt Experimenten und Modellversuchen wirklich braucht, ist ein massiver Ausbau der S-Bahnen, aber auch des öffentlichen Nahverkehrs auf dem Land."

Nicht nur für München bedeute das, dass die Staatsregierung hier bei der der Deutschen Bahn Druck machen muss, damit der Ausbau von S-Bahn und Regionalverkehr nicht weiter im Schneckentempo verläuft. "Es ist unfassbar, dass von 28 vorgesehenen Maßnahmen im Ballungsraum München erst fünf im Bau sind und 18 immer noch in der Planung. Bei den restlichen fünf Projekten hat man noch nicht mal mit der Planung begonnen. Das ist Totalversagen." Seitens des Bundesverkehrsministeriums, aber auch der CSU-Staatsregierung in Bayern müsse endlich mehr Geld in die Hand genommen werden, fordert der Münchner Abgeordnete.

Die zahlreichen Pendlerinnen und Pendler brauchen eine echte Alternative zum Auto. Fahrverbote oder eine City-Maut, wie sie etwa die Grünen vorschlagen, seien der falsche Weg. "Es kann nicht sein, dass die Pendlerinnen und Pendler abgestraft werden, nur weil die Staatsregierung jahrelang geschlafen hat!"

Florian von Brunn

Vorsitzender des Arbeitskreises Umwelt und Verbraucherschutz der BayernSPD-Landtagsfraktion

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