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31.10.2018

SPD kritisiert: Nur Männer verhandeln über Bayerns Zukunft

Simone Strohmayr und Ruth Müller: Es steht zu befürchten, dass Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Gendergerechtigkeit völlig unter den Tisch fallen

Die SPD-Abgeordneten Dr. Simone Strohmayr und Ruth Müller sind verblüfft über die temporär rein männliche Koalitionsrunde von CSU und Freien Wählern: "Hundert Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts geben die beiden konservativen Parteien der voraussichtlichen neuen Regierung ein erschreckendes Bild ab. Frauen bei den Verhandlungen? Zu Teilen der Verhandlungen Fehlanzeige!", empört sich Fraktionsvizin Strohmayr. "Damit spiegeln CSU und Freie Wähler nicht einmal die traurige Realität der Zusammensetzung des neuen Landtags mit einem Frauenanteil von 26,8 Prozent wider. Lediglich in der SPD-Fraktion sind Frauen und Männer zu gleichen Teilen vertreten."

Müller äußert die Sorge, dass in dem Männerclub der schwarz-orangen Koalition Themen wie eine zukunftsgerichtete Familienpolitik oder gleiche Bezahlung für Männer und Frauen entweder völlig unter den Tisch fallen oder hier lediglich faule Kompromisse zu Lasten der Frauen im Freistaat geschlossen werden. "Man muss sich nur mal vorstellen, es sei andersherum: Eine Runde von Frauen entscheidet allein über die Zukunft des Freistaats - was da los wäre!", betont Müller. "Es kann nicht sein, dass 51 Prozent der Bevölkerung keine einzige Stimme in den Koalitionsverhandlungen haben."

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