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19.03.2019

Greenwashing-Aktion von Facebook an der TU München: SPD fordert Staatsregierung zu vollständiger Transparenz auf

Kulturpolitischer Sprecher Volkmar Halbleib: Staatsregierung und TU machen Bock zum Gärtner, wenn sie Facebook Ethik-Forschungen zu künstlicher Intelligenz finanzieren lassen

Die BayernSPD-Landtagsfraktion fordert die Staatsregierung im Zuge der Zusammenarbeit der TU München mit Facebook im heutigen Wissenschaftsausschuss zu einem Bericht auf. Der kulturpolitische Sprecher der BayernSPD-Landtagsfraktion Volkmar Halbleib kritisiert scharf, dass die Staatsregierung die Greenwashing-Kooperation derart bejubelt: "Facebook wird das TUM-Forschungsinstitut bei Forschungen zur Künstlichen Intelligenz mit 6,5 Millionen Euro unterstützen. In Zeiten von Datenskandalen und Steuervermeidungstaktiken amerikanischer Hightech-Konzerne ist es wirklich empörend, dass weder Staatsregierung noch TU München ein Problem damit haben, dass ausgerechnet die Datenkrake Facebook Ethik-Forschungen finanziert!"

Der unterfränkische Kulturexperte fordert das Wissenschaftsministerium auf, darzulegen, wie Einflussnahmen durch das Unternehmen verhindert werden sollen. "Es erscheint doch mehr als fragwürdig, dass ausgerechnet ein Unternehmen, dass nach wie vor völlig undurchsichtig agiert und mit fragwürdigen Methoden die Daten seiner Nutzer weitergibt, bei der Forschung als Förderer mitreden darf - das steht sinngemäß sogar in den Ethik-Bestimmungen der TU", kritisiert Halbleib. "Der Wissenschaftsminister muss sich überdies fragen lassen, warum Bayern ein so wichtiges Forschungsthema nicht mit Steuergeldern unterstützen kann."

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