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20.03.2019

SPD fordert volle Schulgeldfreiheit für Physiotherapeuten und andere Heilmittelerbringer

Dringlichkeitsantrag morgen im Plenum - Gesundheitspolitische Sprecherin Waldmann: Nicht erfülltes Wahlversprechen bringt Schüler und Schulen in Schwierigkeiten

Die SPD-Landtagsfraktion fordert die volle Schulgeldfreiheit für Physiotherapeuten und andere Heilmittelerbringer. In einem aktuellen Dringlichkeitsantrag, der morgen (21. März) im Plenum debattiert wird, verweist die SPD darauf, dass die im aktuellen Haushaltsentwurf vorgesehenen Mittel für den Schulgeldausgleich bei weitem nicht ausreichen. „Die CSU hat die Schulgeldfreiheit im Wahlkampf versprochen, doch die Staatsregierung ist nicht bereit, diese Zusage umzusetzen. Das ist untragbar für junge Menschen und ihre Familien, aber auch für Schulträger, die sich auf die versprochenen Gelder eingestellt haben“, erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin Ruth Waldmann.

Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Logopäden erbringen wichtige Leistungen für die Gesundheit. Als eine der wenigen Berufsgruppen müssen die nichtärztlichen Therapieberufe in den insgesamt 41 Berufsfachschulen Schulgeld bezahlen. Es beträgt etwa 400 Euro pro Monat, zusammen 5000 Euro pro Jahr. Das Jahresbruttoeinkommen liegt jedoch mit 35.000 Euro unter dem Durchschnittseinkommen für alle Berufsgruppen. „Ausbildungskosten und Einkommen stehen in keinem Verhältnis zueinander. Wir haben in diesen wichtigen Berufen bereits einen erheblichen Fachkräftemangel“, stellt Waldmann fest.

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