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11.04.2019

Staatsregierung blockiert stärkere Kontrollen bei Tiertransporten

Agrarpolitische Sprecherin Ruth Müller: Tiere werden unter qualvollsten Bedingungen in Drittländer gebracht - CSU und Freie Wähler schauen weg

Die Fraktionen aus CSU und Freien Wählern haben gemeinsam mit der FDP im Umweltausschuss gegen stärkere Kontrollen von Tiertransporten gestimmt. Die tierschutzpolitische Sprecherin der BayernSPD-Landtagsfraktion Ruth Müller ist empört: "Wieder einmal entpuppen sich Ankündigungen der Staatsregierung als Schall und Rauch. Dass immer noch Tiere unter qualvollen Bedingungen von EU-Ländern in Drittländer gebracht werden - und damit geltendes Recht umgangen wird - interessiert die Staatsregierung nicht. Der bayerische Tierschutz endet aber nicht an unseren Außengrenzen! Wir sind für unsere Mitgeschöpfe verantwortlich und müssen dafür sorgen, dass sie nicht gequält werden. Es versteht doch kein Mensch, warum man jedes Jahr vier Millionen lebende Rinder, Schweine und Schafe quer durch Europa schicken muss."

Die SPD-Fraktion hatte höhere EU-weite Tierschutzstandards, eine maximale Transportdauer von acht Stunden und intensivere Kontrollen entlang der Route gefordert. "Mit dem Einsatz moderner Technologien könnte sichergestellt werden, dass bei den Transporten die notwendigen Tierschutzstandards eingehalten werden", betont Müller.

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