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07.05.2019

Dringlichkeitsantrag: Hebammenausbildung in Bayern verbessern - Akademisierung sicherstellen

Gesundheitspolitische Sprecherin Ruth Waldmann: Beruf hat sich weiterentwickelt - Deutschland ist Schlusslicht in Europa bei der Ausbildung seiner Geburtshelferinnen und Geburtshelfer

Die BayernSPD-Landtagsfraktion fordert in ihrem Dringlichkeitsantrag am morgigen Mittwoch (8. Mai), die zukünftige akademische Ausbildung der Hebammen in Bayern sicherzustellen. "Akuter Personalmangel ist einer der Gründe, warum in Bayern immer mehr geburtshilfliche Abteilungen schließen müssen", betont die gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion Ruth Waldmann. "Die Zeit drängt! Entsprechend den Vorgaben von EU und Bundesregierung bleibt nur eine Übergangsfrist bis Ende 2020, um die Vollakademisierung umzusetzen. Die Staatsregierung muss daher jetzt alles tun, um in allen Landesteilen Bayerns eine Kooperation von Unis, Hebammenschulen und Kliniken zu organisieren."

In allen EU-Mitgliedsstaaten außer in Deutschland finde die Hebammenausbildung längst an Hochschulen statt. "Der Hebammenberuf hat sich weiterentwickelt", betont Waldmann. "Die Hebamme oder der Geburtshelfer muss über umfassende Kenntnisse verfügen und komplexe Prozesse begleiten. Auch für die Augenhöhe zwischen Ärztin oder Arzt und Hebamme ist ein Studienabschluss wichtig."

Bisher sei Deutschland Schlusslicht in Europa und damit ein Standort-Nachteil für Hebammen, die ihre Ausbildung in Deutschland gemacht haben und in einem anderen EU-Land praktizieren wollen. "Hinzu kommt: Die bisher vorgesehenen Ausbildungskapazitäten sind bei weitem zu gering, um dem Bedarf zu entsprechen", so Waldmann. "Es kann nicht sein, dass die bayerischen Regierungsbezirke Schwaben, Ober-, Mittel- und Unterfranken von der akademischen Hebammenausbildung bisher vollkommen ausgeschlossen sind."

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