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25.06.2019

SPD für verbindliche Frauenförderung an Hochschulen mit Sanktionsmöglichkeiten

Hochschulpolitischer Sprecher Christian Flisek: Dem wissenschaftlichen Nachwuchs gehen zu viele Frauen verloren

„Mit der heutigen (25.6.) Ankündigung des bayerischen Kabinetts, mehr Frauen auf Professuren zu setzen, ist es nicht getan. Bayern tritt bei der Frauenförderung in der Wissenschaft seit Jahren auf der Stelle," kritisiert der hochschulpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Christian Flisek. Lediglich 20 Prozent der Professuren im Freistaat werden heute von Frauen wahrgenommen. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik forschen und lehren derzeit 1408 Frauen an Bayerns Hochschulen. Dem stehen knapp 5 500 männliche Kollegen gegenüber. Bundesweit sind immerhin noch 23 Prozent der Professuren weiblich besetzt, Bayern liegt hier erheblich dahinter. Je weiter die akademische Karriereleiter nach oben führt, desto weniger Frauen sind zu finden.

Flisek: „Regelmäßige unverbindliche Absichtsbekundungen der Staatsregierung bringen Frauen in der Wissenschaft nicht weiter. Uns gehen aus dem wissenschaftlichen Nachwuchs zu viele Frauen verloren. Das ist eine unverantwortliche Verschwendung von Talent und Ressourcen!" Der Hochschulpolitiker fordert eine Gleichstellungsstrategie für die bayerischen Hochschulen und verbindliche Zielvereinbarungen mit Sanktionsmöglichkeiten. "Sollten wir das bisherige Schneckentempo bei der Gleichstellung von Frauen im Wissenschaftsbereich beibehalten, werden Studentinnen, die heute an den Hochschulen eingeschrieben sind, bei ihren Karrieren genauso eingeschränkt sein wie die vergangenen Generationen", sagt der Passauer Abgeordnete.

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