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02.07.2019

Pflegeheim-Skandal in Augsburg: SPD fordert Stärkung von Whistleblowern

Gesundheitspolitische Sprecherin Ruth Waldmann: Missstände können oft nur durch mutige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ans Licht kommen - Diese müssen besser vor Nachteilen durch den Arbeitgeber geschützt werden

Angesichts des Skandals um ein Pflegeheim in Augsburg, bei dem unfassbare Hygieneverstöße ans Licht gekommen waren, fordert die SPD-Landtagsfraktion mehr Schutz für Whistleblower in der Pflege. Die gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion, Ruth Waldmann, betont: "Solche Missstände können oft nur ans Licht kommen, wenn das Pflegepersonal oder betroffene Angehörige sich trauen und sie anzeigen. Doch das ist mit Risiken verbunden: Angehörige fürchten um die Heimplätze ihrer Verwandten, Pflegerinnen und Pfleger haben - berechtigte - Angst vor Problemen mit dem Arbeitgeber."

Die SPD stehe dafür ein, dass Whistleblower wegen ergangener Hinweise nicht durch den Arbeitgeber benachteiligt werden dürfen: "Sie müssen das Recht erhalten, sich an betriebsinterne oder externe Stellen zu wenden. Weiter sollen sie an die Öffentlichkeit gehen dürfen, wenn Leben und Gesundheit von Menschen gefährdet sind oder zuständige Behörden nicht angemessen auf Hinweise reagieren. Zudem soll Whistleblowern ein Recht auf Schadenersatz für Benachteiligungen zugesprochen werden."

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