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11.07.2019

Nutri-Score: Staatsregierung lehnt Lebensmittel-Ampel ab

Ruth Müller: Verbraucherinnen und Verbraucher sollten beim bewussten Einkauf unterstützt werden - Bislang ist nur schwer zu erkennen, was sich in industriell gefertigten Lebensmitteln verbirgt

Die bayerische Staatsregierung ist gegen eine Einführung einer Ernährungsampel: Einen entsprechenden Antrag der SPD-Fraktion haben die Regierungsfraktionen im Bayerischen Landtag heute abgelehnt. Die SPD-Umweltpolitikerin Ruth Müller ist enttäuscht: "Mithilfe der sogenannten Nutri-Scores ist unter anderem mit Ampelfarben klar ersichtlich, ob ein sehr ungesundes, ein in Maßen vertretbares oder ein gesundes Lebensmittel im Einkaufskorb landet. In Zeiten, in denen auch bei Kindern ernährungsbedingte Formen von Diabetes, Übergewicht oder Herzkreislaufproblemen zunehmen, ist es wichtig, den Verbraucherinnen und Verbrauchern eine klare Entscheidungshilfe zu geben."

Bislang sei nur schwer zu erkennen, was tatsächlich in industriell gefertigten Lebensmitteln stecke, so Müller. Die Nährwertangaben sind auf der Rückseite der Produktverpackungen angegeben und in den meisten Fällen in einer Schriftgröße, die nur schwer erkennbar ist. "Dass die CDU-Landwirtschaftsministerin das Verfahren erneut verschleppt, zeigt, dass die Unionsparteien offenbar vor der Lebensmittellobby einknicken. Wir brauchen kein völlig unverständliches Label, wie es der Ministerin vorschwebt, sondern das schlichte Modell in Ampelfarben, das alle verstehen."

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