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05.08.2019

SPD fordert konkrete bayerische Maßnahmen für Alleinerziehende

Sozialpolitische Sprecherin Doris Rauscher: CSU-Ministerin muss niedrigschwellige Angebote für Haushaltshilfen sowie eine umfassende Randzeitenbetreuung schaffen

Die sozialpolitische Sprecherin der BayernSPD-Landtagsfraktion Doris Rauscher fordert die CSU und ihre Sozialministerin Schreyer auf, Alleinerziehende in Bayern selber viel stärker zu unterstützen, anstatt nahezu ausschließlich Handlungsempfehlungen für Berlin auszusprechen. "Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, dass die CSU Alleinerziehende stärker in den Blick nimmt", betont Rauscher. "Leider beschränkt sich Frau Schreyer fast nur darauf, Steuernachlässe zu fordern - die erstens Bundesangelegenheit sind und von denen zweitens die besonders von Armut betroffenen Alleinerziehenden nichts haben werden."

Stattdessen fordert Rauscher die Staatsregierung auf, in Bayern selber aktiv zu werden: "Was es braucht, sind konkrete Hilfsangebote für alleinerziehende Mütter und Väter - etwa in Form eines Gutscheinsystems für Haushaltshilfen zur Entlastung im Alltag. Auch die Randzeitenbetreuung in den Kitas und Horten muss ausgebaut werden. Die zusätzlichen Tagespflegepersonen, die Frau Schreyer für die Einrichtungen in Aussicht stellt, sind ein Tropfen auf den heißen Stein und wurden bereits vor über einem Jahr angekündigt – passiert ist bisher aber nichts. Es ist dringend an der Zeit, den Blick ins eigene Land zu richten, statt nach Berlin zu schielen. Ideen und Anträge der SPD mit Verbesserungen für Alleinerziehende gab und gibt es genug, zum Beispiel eine Familienarbeitszeit, Rechtsanpruch auf Ganztagsplätze für Grundschulkinder, mehr Beratungsstellen und Entlastungen bei den Alltagskosten für Schulkinder. Hier hätte die Ministerin in Bayern längst handeln und echte Verbesserungen für alleinerziehende Mtter und Väter und ihre Kinder erreichen können.“

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