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03.09.2019

Krippengeld bringt nur bedingt Verbesserungen für Familien

Sozialpolitikerin Rauscher: Sofort mehr Plätze schaffen, denn die Nachfrage wird steigen - Personal aufstocken - Einkommensgrenze zu niedrig

Die Vorsitzende des Sozialausschusses im bayerischen Landtag Doris Rauscher sieht in dem heute (3. September) vom bayerischen Kabinett beschlossenen Krippengeld eine kräftige Verbesserung für Familien im Freistaat. „Endlich reagiert die Staatsregierung auf unsere langjährigen Forderungen. Wir sind froh, dass sich hier etwas tut.“ Ab Januar 2020 sollen Kinder ab einem Jahr, die eine Krippe oder eine Tagesbetreuung besuchen, einen Zuschuss von 100 Euro pro Monat erhalten. Die Einkommensgrenze von 60.000 Euro für eine Familie mit Kind hält sie allerdings besonders in Ballungsräumen für zu niedrig. Dort müssen oft beide Partner arbeiten und erreichen daher die Einkommensgrenze schneller. Bereits eine Erzieherin und ein Polizist liegen mit ihrem Gehalt darüber.

Die Sozialpolitikerin erwartet nun eine größere Nachfrage nach Krippenplätzen und damit nach Personal. Rauscher appelliert daher an die Staatsregierung, jetzt auch sofort für mehr Krippenplätze und Personal zu sorgen. Denn: Wenn das Kind nicht in die Krippe gebracht werden kann, weil es keinen Platz gibt, dann gibt es auch keinen Zuschuss. „Besonders am Herzen liegt es mir, die Arbeitsbedingungen für die Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen zu verbessern. Sonst wird es schwer werden, mehr Personal zu gewinnen. Und für Krippen ist mehr gutes Personal noch wichtiger“, erklärt die SPD-Abgeordnete.

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