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09.10.2019

Dramatischer Notstand bei Kinderkliniken

Dringlichkeitsantrag der SPD: Die Kinderstationen an Bayerns Krankenhäusern müssen gerettet werden

Die SPD-Landtagsfraktion kämpft für den Erhalt von Kinderstationen in Bayerns Krankenhäusern. In einem aktuellen Dringlichkeitsantrag, der morgen (10. Oktober) dem Plenum zur Beratung vorliegt, fordert die SPD eine Notfallfinanzierung für von Schließung bedrohte Kinderkrankenstationen in Bayern. „Es kann nicht sein, dass schwer kranke Kinder abgewiesen werden, weil ihre Behandlung nicht rentabel ist. Viele Kinderstationen mussten bereits ihren Betrieb einstellen oder haben die Schließung angekündigt“, sagt die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Ruth Waldmann.

Als Sofortmaßnahme schlägt Waldmann vor, die Schließung an den bayerischen Universitätsklinika verhindern, für die die Staatsregierung zuständig ist und die Mehrheit in den Aufsichtsräten hält. „Hier hat die Staatsregierung Einfluss und kann sofort handeln“, erklärt die Münchner Abgeordnete.

Waldmann drängt in einer weiteren Frage auf Eile: Die Staatsregierung muss sich mit Nachdruck für eine auskömmliche Finanzierung der Behandlung von Kindern und die Änderung des Fallpauschalensystems einsetzen und bis dahin finanziell einspringen.

Zuletzt hatte die Abteilung für Kinder- und Jugendpsychosomatik des Klinikums Rechts der Isar der Technischen Universität München ihre Schließung angekündigt. Das Haunersche Kinderspital in der Landeshauptstadt hat eine vergleichbare Einrichtung geschlossen und an der Kinderklinik der Uni Würzburg werden einzelne Stationen immer wieder vorübergehend dicht gemacht.

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