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10.10.2019

Zur Regierungserklärung von Söder: Bayern braucht weitere Exzellenzuniversität

Wissenschaftspolitischer Sprecher Christian Flisek: Brauchen Wettbewerb der besten Ideen - Außerdem muss soziale Infrastruktur an den Unis verbessert werden

Als Reaktion auf die heutige (10.10.2019) Regierungserklärung von Ministerpräsident Söder hat der wissenschaftspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Christian Flisek ein Umdenken bezüglich der Förderbedingungen für die Exzellenzuniversitäten gefordert. "Wir brauchen einen Wettbewerb um die besten Ideen und nicht um die bestmögliche Erfüllung der Förderkriterien", unterstreicht Flisek. "Das derzeitige Bewerbungsverfahren für eine Universität zum Exzellenzstatus bindet enorme Ressourcen über einen längeren Zeitraum. Viele Bewerber stehen am Ende mit leeren Händen da, obwohl auch sie exzellente Forschung betreiben. Ich bin überzeugt, dass wir auch für solche Universitäten einen zweiten Exzellenzpfad benötigen."

Flisek fordert außerdem die Verbesserung der sozialen Infrastruktur an den bayerischen Universitäten. "Die bayerischen Studentenwerke sind chronisch unterfinanziert. Es fehlt überall an Wohnheimplätzen, Cafeterien, Mensen, Kinderbetreuung und Beratungsangeboten. Dadurch werden den Studierenden unnötig Steine in den Weg gelegt. Das Ziel muss aber sein, die Rahmenbedingungen so zu verbessern, dass die volle Konzentration dem eigentlichen Studium gewidmet werden kann", erklärt Flisek.

Der SPD-Politker kritisiert zudem, dass sich der wissenschaftliche Mittelbau kaum eine dauerhafte Existenz aufbauen kann. "Der wissenschaftliche Nachwuchs hangelt sich von Befristung zu Befristung. In manchen Städten wird das Wohnen selbst für Professoren mittlerweile zu einer großen finanziellen Belastung."

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