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29.10.2019

Anfrage zeigt: Buben sind die Bildungsverlierer in Bayern

Bildungspolitische Sprecherin Simone Strohmayr fordert mehr männliche Pädagogen und mehr Berücksichtigung von Bedürfnissen männlicher Schüler

Buben sind die großen Verlierer in Bayerns Schulsystem: Sie wechseln seltener von Grundschule aufs Gymnasium, bleiben doppelt so häufig sitzen wie Mädchen - und fallen auch doppelt so oft durchs Abitur. Das haben die Antworten der Staatsregierung auf diverse Anfragen der bildungspolitischen Sprecherin der BayernSPD-Landtagsfraktion Dr. Simone Strohmayr ergeben. "Auch ADHS wird bei Jungen viermal so häufig diagnostiziert. Das zeigt ganz deutlich: Wir müssen das Bildungssystem attraktiver für Buben gestalten - das heißt auch, dass es mehr männliche Bezugspersonen braucht", so Strohmayr. "Leider geht die Anzahl männlicher Pädagogen seit Jahren zurück. Hier muss etwa mit einer Anpassung des Lehrergehalts in der Grundschule an die anderen Schulformen dafür gesorgt werden, dass der Beruf attraktiver wird. Ganz zu schweigen davon, dass schon früher angesetzt werden muss und mehr Männer den Beruf des Erziehers in den Kindertagesstätten ergreifen."

Auch die spezifischen Bedürfnisse gerade von Buben müssen Beachtung finden, etwa durch die Schaffung von mehr Raum für Bewegung an den Schulen. "Es braucht dringend mehr Aus- und Fortbildungsangebote für Lehrerinnen und Lehrer auf diesem Gebiet."

Anfragen:

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