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06.11.2019

EU-Agrarpolitik braucht dringend einen Neustart

Anhörung im bayerischen Landtag: Agrarsubventionen müssen gerechter, ökologischer und nachhaltiger verteilt werden

Bei einer von der BayernSPD Landtagsfraktion mit initiierten Anhörung im Agrarausschuss des Bayerischen Landtags hat sich gezeigt, dass es dringend einen Neustart in der Gemeinsamen europäischen Agrarpolitik (GAP) bedarf. Einig sind sich die SPD Agrarpolitikerinnen Ruth Müller und Martina Fehlner, dass das aktuelle System den Strukturwandel hin zu Groß- und Massenbetrieben nicht bremsen, sondern sogar noch beschleunigen wird. „Wenn EU-Fördergelder nur nach Fläche verteilt werden, und weniger nach Nachhaltigkeitskriterien, bevorzugen wir damit agrarindustrielle Strukturen!“, so Fehlner.

Die BayernSPD-Landtagsfraktion pocht darauf, dass ein Großteil der Zahlungen künftig für die Themen Tierwohl, Arten- und Klimaschutz und den Schutz der natürlichen Lebensräume reserviert werden müssen. Eine zukunftsgerichtete Landwirtschaftspolitik müsse die Aspekte des Umwelt- und Naturschutzes und der nachhaltigen Landbewirtschaftung in den Mittelpunkt des Handelns stellen. „Klar ist: Wir müssen aussteigen aus den weitgehend bedingungslosen Zahlungen für die Fläche. Wir brauchen ein System, dass die Existenz der Betriebe durch den Schutz unserer Lebensgrundlagen ermöglicht!“, so Müller. Darüber hinaus fordert die Agrarpolitikerin, dass die Erzeuger in der gesamten Wertschöpfungskette gestärkt werden, um gerechte Einkommen für die hochwertigen Lebensmittel zu gewährleisten.

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