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27.11.2019

So viele Verdachtsfälle auf Kindesmisshandlung in Bayern gemeldet wie nie

Familienpolitische Sprecherin Doris Rauscher fordert Konzept für besseren Kinderschutz in Bayern

Die Vorsitzende des Sozialausschusses im Bayerischen Landtag Doris Rauscher beantragt am morgigen Donnerstag (28. November) eine Anhörung zur Weiterentwicklung des Kinderschutzes in Bayern. „Weil sich gerade unsere Kleinsten nicht selbst helfen können, sind gut funktionierende staatliche Schutzmechanismen dringend notwendig. Wir wollen daher sinnvolle Impulse für Verbesserungen setzen“, erklärt Rauscher.

Hintergrund: Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik wurden in Bayern im Jahr 2018 so viele Hinweise auf körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und Vernachlässigungen von Kindern überprüft wie noch nie. In den 18.784 von den Jugendämtern gemeldeten Verdachtsfällen lag in rund einem Drittel eine Kindeswohlgefährdung vor. „Gegenüber 2017 ist dies ein Anstieg von fast 23 Prozent“, stellt die familienpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion fest. Rauscher, die auch Mitglied der Kinderkommission des Landtags ist, will deshalb im Sozialausschuss des Landtags eine gemeinsame Beratung mit Experten aus dem Bereich Kinderschutz in die Wege leiten, um zu klären, wie eine bessere Vernetzung zwischen Eltern, Kitas und Schulen sowie Ärztinnen und Ärzten und Behörden erreicht werden kann. Geprüft werden soll auch, wie Erwachsene in Kitas und Schulen für das Thema sensibilisiert werden können.

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