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28.01.2020

SPD-Dringlichkeitsantrag: Personalplanung für die bayerischen Schulen endlich zukunftsfest machen

Fraktionschef Horst Arnold: Dass die hausgemachten Probleme der Staatsregierung nun die Grundschullehrerinnen und -lehrer ausbaden müssen, ist höchst zynisch

Die SPD-Landtagsfraktion setzt den akuten Lehrerinnen- und Lehrermangel an Bayerns Schulen auf die Tagesordnung der morgigen (29.01.2020) Landtagsdebatte und wird einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag einreichen. Hintergrund sind die jüngsten Maßnahmen der Staatsregierung, insbesondere bezüglich der Arbeitszeitkonten der Grundschullehrkräfte. „Die Probleme an den bayerischen Schulen sind hausgemacht“, betont die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Dr. Simone Strohmayr. „Wir fordern seit zig Jahren, dass der Personalmangel an den Schulen mit Nachdruck und effektiv angegangen werden muss. Und was macht die Staatsregierung? Anstatt beispielsweise dafür zu sorgen, den Beruf attraktiver zu machen, hat sie in den vergangenen Jahren ja sogar Stellen abgebaut. Die Staatsregierung hat das Thema mit Ansage gegen die Wand gefahren!“

Die SPD-Fraktion hat die Staatsregierung in diesem Zusammenhang aufgefordert, die Personalplanung endlich zukunftsfest zu machen. So soll die Attraktivität des Grund-, Mittel- und Förderschullehramts durch eine Erhöhung der Eingangsbesoldung auf A13 erhöht werden. Ausserdem soll die Lehrkräfteausbildung so reformiert werden, dass der Einsatz von Lehrkräften an verschiedenen Schularten flexibler als bisher möglich ist. Zudem soll die so genannte externe Evaluation ausgesetzt werden, um die Lehrkräfte zu entlasten. Langfristig soll die Personalquote an allen Schularten auf 110 Prozent erhöht werden. „Minister Piazolo hat da eine Mammutaufgabe vor sich“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Horst Arnold. „Er wäre gut damit beraten, sich dieser Aufgabe auch zu stellen. Als zuständiger Minister duckt er sich einfach weg und wälzt das Problem einfach auf die Lehrerinnen und Lehrer ab - das ist höchst zynisch. Er redet das Problem bislang nur klein und verunglimpft sorgfältige Kritik als Panikmache.“

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