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12.02.2020

Staatsregierung soll über Kostenexplosion beim Münchner Konzerthaus berichten

SPD mit Antrag erfolgreich - Kulturpolitischer Sprecher Halbleib: Staatsregierung muss Gesamtkonzept für Wissenschafts- und Kunstprojekte vorlegen

Der kulturpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Volkmar Halbleib verlangt von der Staatsregierung Auskunft über die Kostenexplosion für das geplante neue Konzerthaus in München. Der Wissenschaftsausschuss beschloss heute (12. Februar) einen entsprechenden Antrag der SPD-Fraktion. "Das Parlament muss dieses Projekt eng begleiten. Das geht nur, wenn es schnell umfassende Informationen erhält. Sonst droht uns ein Kostendesaster wie beim Deutschen Museum", erklärt Halbleib. Der Bericht wird im April erfolgen.

Laut Medienberichten sollen die Kosten für das Gebäude, in dem das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und die Musikhochschule eine neue Heimat finden sollen, bei inzwischen 500 bis 700 Millionen Euro liegen. Ursprünglich ging man von Kosten in Höhe von 330 Millionen Euro aus.

Berichtet werden soll vor allem über den aktuellen Stand der Planungen und über die Ursachen der zu erwartenden Kostensteigerungen. "Die Staatsregierung hat die Sanierung zentraler Infrastrukturprojekte im Kulturbereich in Bayern über Jahre sträflich vernachlässigt. Es wird die große Herausforderung dieser Staatsregierung sein, hier für klare Prioritäten zu sorgen und ein Gesamtkonzept für Wissenschafts-und Kunstprojekte vorzulegen. Hier ist auch eine klares Wort von Wissenschaftsminister Bernd Sibler erforderlich", erklärt der unterfränkische Abgeordnete.

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