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20.02.2020

Verkehrsunfallstatistik: Zahl der Todesfälle auf Autobahnen gestiegen

SPD fordert Tempolimit auf den Autobahnen - Zahl der Todesfälle bei den Radfahren nicht zurückgegangen

Die SPD-Landtagsfraktion hat angesichts der heute (20.02.2020) von Innenminister Herrmann veröffentlichten Unfallstatstik die weiterhin hohen Todeszahlen bei den Radfahrern und die gestiegenen Todeszahlen auf den Autobahnen beklagt. „Die Fahrzeuge werden immer sicherer und die Zahl der Verkehrstoten sinkt. Es kommen aber immer noch erschreckend viele Menschen jedes Jahr im Straßenverkehr ums Leben“, erklärt der sicherheitspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion Stefan Schuster.

Die SPD kritisiert, dass zu wenig konkrete Schritte eingeleitet wurden, um die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu erhöhen. Insbesondere Radfahrer sind immer stärker gefährdet: Im Jahr 2019 kamen (ebenso wie im Jahr 2018) in Bayern 77 Radfahrer im Straßenverkehr um. Schuster: „Wir müssen Radfahrer besser schützen, insbesondere in den Städten. So muss beispielsweise die Ausstattung von LKW mit Abbiegeassistenten zügig vorangetrieben werden.“

Die Landtags-SPD zeigt sich ebenso besorgt über die Entwicklungen auf den Autobahnen. Hier gab es im Jahr 2018 82 Tote, im vergangenen Jahr waren es sogar 86 Tote. Die SPD drängt deshalb weiter darauf, dass sich die Bayerische Staatsregierung im Bundesrat für ein allgemeines Tempolimit einsetzt. Die verkehrpolitische Sprecherin der Fraktion Inge Aures sagt dazu: „Überall sinkt die Zahl der Verkehrstoten, nur auf den Autobahnen nicht. Hohe Geschwindigkeit ist immer noch Todesursache Nummer eins auf Bayerns Straßen. Die Vernunft sagt es uns schon lange und jetzt zeigt uns auch die neu vorliegende Statistik, dass es an der Zeit ist, Tempo 130 einzuführen.“

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