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05.03.2020

Gedenken an den ersten bayerischen Ministerpräsidenten Wilhelm Hoegner

Fraktionsvorsitzender Horst Arnold und Landesvorsitzende Kohnen legen Kranz am Grab des Vaters der bayerischen Verfassung nieder

Am 5. März jährte sich der Todestag Wilhelm Hoegners zum 40. Mal. Hoegner gilt als der Vater der bayerischen Verfassung, war Landtags- und Reichstagsabgeordneter und unbeugsamer Gegner der Nationalsozialisten. Zu seinem Andenken legten der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Horst Arnold und die SPD-Landesvorsitzende Natascha Kohnen in einer Gedenkfeier einen Kranz an seinem Grab auf dem Friedhof am Perlacher Forst in München nieder.

Horst Arnold am Grab von Wilhelm Hoegner
Horst Arnold am Grab von Wilhelm Hoegner
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Arnold unterstrich dabei: "Die bayerische Verfassung ist das Vermächtnis Wilhelm Hoegners. Er legte damit das elementare Fundament für einen modernen Sozialstaat mit den Grundrechten auf Arbeit, Wohnung und Bildung, und dies in einer Zeit, in der Bayern nach dem Zweiten Weltkrieg in Trümmern lag. Er erkannte früh die Bedeutung des Umweltschutzes und verankerte ihn in der Verfassung. Bis heute gilt für mich, was er der SPD ins Stammbuch geschrieben hat: Wir Sozialdemokraten stehen ein für das Gemeinwohl, die solidarische Verbundenheit in der Gesellschaft über alle Unterschiede der Religion, Rasse, Nation und Klasse hinweg."

V.l.: Marion Middendorf (Urenkelin von Hoegner), Wolfgang Jean Stock (Enkel), Natascha Kohnen, Alwine Middendorf (Enkelin), Horst Arnold, Florian von Brunn (MdL)
V.l.: Marion Middendorf (Urenkelin von Hoegner), Wolfgang Jean Stock (Enkel), Natascha Kohnen, Alwine Middendorf (Enkelin), Horst Arnold, Florian von Brunn (MdL)
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Kohnen ergänzte: „Der erste Ministerpräsident des Freistaates war ein wahrhafter Sozialdemokrat, ein großer Visionär und eine außerordentliche Persönlichkeit. Dank Dr. Wilhelm Hoegner nehmen die sozialen Grundrechte einen hohen Stellenwert in der Bayerischen Verfassung ein, die damit in weiten Teilen zutiefst von sozialdemokratischen Grundwerten geprägt ist.“

Am 1. Januar 1933 wurde Hoegner zum Landgerichtsrat beim Landgericht München ernannt und bereits am 1. Mai wegen seiner Mitgliedschaft in der SPD aus dem Staatsdienst entlassen. Er ging ins Exil, zunächst nach Österreich und dann in die Schweiz. Dort arbeitete er die Grundzüge der bayerischen Verfassung aus. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Hoegner der erste bayerische Ministerpräsident und amtierte 1945/46 und von 1954 bis 1957. Auch als SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzender prägte er die Geschichte der BayernSPD.

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