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03.04.2020

Gefährdete Kinder und Jugendliche nicht aus dem Blick verlieren

Familienpolitische Sprecherin Rauscher will Reduzierung der Hausbesuche von Jugendämtern nicht hinnehmen - Bessere Ausstattung für Mitarbeiter

Die Vorsitzende des Sozialausschusses Doris Rauscher setzt sich dafür ein, gefährdete Kinder und Jugendliche auch in Zeiten der Ausgangsbeschränkungen weiter zu betreuen und aufzusuchen. Die familienpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion will nicht hinnehmen, dass die Jugendämter in den letzten Wochen ihre Besuche in Familien stark reduziert haben. „Wir erleben eine beispiellose Stresssituation in Familien, vielfach mit räumlicher Enge und Existenzangst. Die kann leicht in Gewalt münden und darunter leiden vor allem Kinder. Gefährdungen des Kindeswohls dürfen wir auch jetzt nicht hinnehmen“, sagt Rauscher.

Rauscher plädiert dafür, die Jugendämter so schnell wie möglich wieder in die Lage zu versetzen, Hausbesuche zu machen. Vor allem müssten die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit Atemschutzmasken ausgestattet werden. Auch wäre es das Beste für Kinder in schwierigen häuslichen Verhältnissen, wenn sie die Notbetreuung in Kitas oder Schulen nutzen könnten, sagt die Ebersberger Abgeordnete. Und schließlich sei es wichtig, Beratungs- und Unterstützungsangebote für die ganze Familie auch weiterhin überall in Bayern sicherzustellen, auch per Telefon.

Doris Rauscher appelliert aber auch an die Bevölkerung: „Schauen Sie nicht weg, wenn Sie das Gefühl haben, es gibt in Ihrer Umgebung Familien und Kinder, die Unterstützung brauchen! Nachbarschaftshilfe heißt nicht nur, füreinander einzukaufen, sondern auch zu schauen, ob den Kindern gut geht. Ich sage: Jetzt erst recht! Hinschauen statt wegschauen!“

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