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08.05.2020

Lehrermangel: Keine Pensionärinnen und Pensionäre zurück an Bayerns Schulen

SPD-Landtagsabgeordneter Arif Taşdelen fordert Runden Tisch zur Gewährleistung der Unterrichtsversorgung - Lehrkräfte sollen Fehlplanungen des Kultusministeriums nicht ausbaden

An den Grund-, Mittel- und Förderschulen im Freistaat werden im September rund 1.400 Lehrkräfte fehlen. Zur Klärung der erforderlichen Maßnahmen für die Unterrichtsversorgung an Bayerns Schulen schlägt der Sprecher der SPD-Landtagsfraktion für den öffentlichen Dienst, Arif Taşdelen, vor, einen Runden Tisch einzuberufen. Ein entsprechender Antrag liegt dem Ausschuss für Fragen des öffentlichen Dienstes zur Beratung am kommenden Dienstag (12.05.) vor. „Die Staatsregierung sollte sich mit den Vertreterinnen und Vertretern der Gewerkschaften, Verbände und der Personalvertretungen an einen Tisch setzen. Nur gemeinsam kann eine Lösung erarbeitet werden, die für alle praktikabel ist“, begründet Taşdelen sein Anliegen.

Den Ansatz des bayerischen Kultusministeriums, pensionierte Lehrkräfte zu einer Wiederaufnahme des Schuldienstes zu bewegen, lehnt Taşdelen entschieden ab: „Dieser Vorschlag ist insbesondere in Zeiten der Corona-Pandemie unmöglich. Die Fürsorgepflicht, die der Freistaat als Dienstherr hat, wird hier vollkommen außer Acht gelassen. Lehrkräfte, die aufgrund ihres Alters zu den Risikogruppen gehören, müssen besonders geschützt werden."

Die bisherigen Maßnahmen des „Piazolo-Pakets“ seien dienstrechtlich zweifelhaft und noch dazu in ihrer Wirkung unzureichend. Dazu Taşdelen weiter: „Auch der neuerliche Vorschlag aus dem Kultusministerium ist eine Zumutung für die betroffenen Lehrerinnen und Lehrer. Es kann nicht sein, dass unsere Lehrkräfte die Fehlplanungen des Bayerischen Kultusministeriums ausbaden müssen. Deshalb sollte die Staatsregierung endlich die Gewerkschaften, Verbände und Personalvertretungen an einen Tisch holen und mit ihnen gemeinsam eine für alle tragbare Lösung erarbeiten.“

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