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12.05.2020

SPD: Pflegebonus auch für Reinigungs- und Servicekräfte in Kliniken und Heimen

SPD-Gesundheitsexpertin Ruth Waldmann: Auch die Reinigungs- und Servicekräfte im Pflegebereich sind großen Belastungen und Ansteckungsrisiken ausgesetzt - Die Sonderzahlungen laufen schleppend und müssen einfacher und schneller ausbezahlt werden

Angesichts der 500-Euro-Prämie für Pflegefachkräfte fordert die gesundheitspolitische Sprecherin Ruth Waldmann, die Corona-Bonuszahlungen auch auf Reinigungs- und Servicekräfte in Bayerns Heimen und Kliniken auszuweiten. Ein entsprechender Antrag wird im heutigen (12.05.) Ausschuss für Gesundheit und Pflege behandelt. Die SPD-Politikerin erklärt dazu: "Seien es die Reinigungskräfte, das Küchenpersonal oder die Hausmeister - alle tragen einen erheblichen Anteil dazu bei, dass die Gesundheitsversorgung trotz der schwerwiegenden Belastungen durch die Corona-Pandemie funktioniert und Hygienestandards eingehalten werden. Sie werden oft vergessen, auch was die Versorgung mit Schutzkleidung und Tests angeht. Es ist eine Frage der Gerechtigkeit, auch diesen Beschäftigten eine Corona-Prämie im Zuge der Mehrbelastung zukommen zu lassen und ihnen im Bedarfsfall einen priorisierten Zugang zu notwendigen Coronatests zu ermöglichen."

Die SPD-Fraktion hofft im Ausschuss auf Zustimmung CSU zu ihrem Antrag. Das Ausschussmitglied Helmut Radlmeier (CSU) hatte sich bereits in der Landshuter Zeitung vom 9. Mai für eine Ausweitung der Prämien auf das Reinigungspersonal in Krankenhäusern ausgesprochen.

Scharfe Kritik übt die Gesundheitsexpertin jedoch am schleppenden Auszahlungsvorgang der bestehenden Sonderprämie. Laut aktuellen Berichten des Bayerischen Rundfunks wurden von 154.000 gestellten Anträgen lediglich 1000 Zahlungen genehmigt. "Ministerin Huml verkündet ausschließlich Erfolgsmeldungen zum Corona-Bonus. Dass die Auszahlungen aber massiv stocken, wird verschwiegen. Die Pflegekräfte, die in der Krise Außerordentliches leisten, verdienen ihre Prämie jetzt und nicht erst in einem halben Jahr," betont Waldmann. Außerdem dürfe die Sonderzahlung vom Freistaat nicht mit der angekündigten bundesweiten staatlichen Pflege-Prämie verrechnet werden. Das Gesundheitsministerium müsse klarstellen, ob dann eine Aufstockung der Bonuszahlungen um weitere 500 Euro erfolgt, so die stellvertretende Vorsitzende des Gesundheitsausschusses.

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