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13.05.2020

SPD: Ältere Menschen nicht länger nur wegsperren - Teilhabe trotz Corona organisieren

Sozialpolitikerin Rauscher will Senioren nach Rücknahme der Ausgangsbeschränkungen mit innovativen Ideen am öffentlichen Leben teilhaben lassen - Antrag im Sozialausschuss

Die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Doris Rauscher will Seniorinnen und Senioren in der Corona-Krise besonders unterstützen. Nach der Rücknahme der Ausgangsbeschränkungen muss es auch für ältere Menschen wieder möglich sein, selbstbestimmter am sozialen Leben teilzunehmen. "Bisher wurden ältere Menschen als Risikogruppe abgeschirmt. Jetzt muss sichergestellt werden, dass sie wie alle anderen auch wieder am Leben teilhaben und soziale Kontakte pflegen können, anstatt in ihren eigenen vier Wänden zu vereinsamen."

In einem aktuellen Antrag, der morgen (14.5.) dem Sozialausschuss zur Beratung vorliegt, fordert die Vorsitzende des Sozialausschusses die Staatsregierung auf, entsprechende Konzepte vorzulegen. Rauscher verweist auf die Niederlande, die mit gutem Beispiel vorangehen: Dort gibt es in Supermärkten spezielle Einkaufszeiten für Senioren, um den Risikokontakt mit andern Menschen zu minimieren. Auch gibt es an Krankenhäusern und Pflegeheimen Container, die als zusätzlicher Besuchsraum genutzt werden können, ohne dass die Einrichtung betreten werden muss.

Aus bayerischen Verbänden greift Rauscher den Vorschlag auf, bestimmte Erwachsenenbildungskurse (Sprachen oder Digitalisierung) exklusiv für ältere Fortbildungswillige zu öffnen. Allerdings bräuchten Träger wie die Volkshochschulen für ein solches Angebot zusätzliche Unterstützung, weiß Rauscher. Zudem hätten die bisherigen Erfahrungen in der Corona-Krise gezeigt, dass Angebote wie Einkaufshilfen und Telefonseelsorgen nicht wie bisher schwerpunktmäßig auf das Ehrenamt ausgelagert werden dürfen. "Diese Angebote müssen in festere Strukturen eingebunden werden", sagt die SPD-Politikerin.

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