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14.05.2020

SPD macht sich für Traditionsbrauereien stark

Mit der Absage aller Großveranstaltungen bricht den zahlreichen bayerischen Brauereien ein Großteil ihres Umsatzes weg - SPD-Fraktionsvize Klaus Adelt will den Traditionsunternehmen mit einem Sofortprogramm durch die Corona-Krise helfen

Die SPD-Landtagsfraktion hat die Staatsregierung aufgefordert, ein Sofortprogramm für mittelständische und familiengeführte bayerische Brauereien auf den Weg zu bringen. Das Programm soll eine nicht zurückzuzahlende Soforthilfe auf Grundlage der Biersteuer des letzten Jahres behinhalten. Diese bemisst sich nach dem Gehalt der Stammwürze im Bier und wird nach Litern berechnet. Daran lässt sich genau beziffern wie hoch die Umsatzeinbußen im Vergleich zum Vorjahr ausfallen. Außerdem sollen bestehende Beratungsangebote und Förderungen für Investitionen in Digitalisierung und Vertriebswege ausgeweitet werden. Ein entsprechender Antrag ist bereits in den Landtag eingebracht worden.

"Das Aus für sämtliche Volks-, Wiesen- und Heimatfeste, Sommerfeste, Straßenfeste und Festivals macht den zahlreichen familiengeführten und mittelständischen Brauereien im Freistaat zu schaffen", erklärt Fraktionsvize Klaus Adelt. „Für viele geht’s um die nackte Existenz. Viele Betriebe produzieren nur wenige tausend Hektoliter im Jahr, die zahlreichen Feste machen einen Großteil des Umsatzes aus, gefolgt von den bereits seit Wochen geschlossenen Gaststätten und Wirtshäusern.“

Wenn der Staat nicht eingreife, befürchtet Adelt, werden überall im Freistaat traditionsreiche Betriebe aus den Ortschaften verschwinden. Das wäre in mehrerer Hinsicht fatal, findet der SPD-Sprecher für den ländlichen Raum: „Fast jede zweite Brauerei in der Bundesrepublik hat ihren Sitz in Bayern, rund 650 an der Zahl. Für uns sind sie nicht nur ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, sondern viel mehr: Tradition, Kultur und lokalpatriotisches Identifikationsobjekt. Gerade auf den Tourismus hätte ein Brauereisterben fatale Folgen. Bayern ist zurecht stolz auf seine Brautradition. Um Hopfen und Malz zu erhalten reicht Gottvertrauen allein aber nicht mehr aus, da braucht es jetzt auch frisches Geld.“

SPD-Antrag Brauerein (PDF, 94 kB)

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