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09.06.2020

Corona-Krise: Pflegekräfte verdienen mehr als einen Bonus

Gesundheitspolitische Sprecherin Ruth Waldmann: Arbeitssituation im Pflege- und Gesundheitsbereich muss auch nach Pandemie weiter verbessert werden - Höhere Bezahlung und Tarifregelungen dringend notwendig

Angesichts der Übergabe des 100.000. Bescheides zum bayerischen Corona-Pflegebonus durch Gesundheitsministerin Melanie Huml appelliert die gesundheitspolitische Sprecherin der BayernSPD-Landtagsfraktion Ruth Waldmann an die Staatsregierung, die Bedürfnisse und Belange von Bayerns Pflege- und Rettungskräften auch nach der Corona-Krise ernst zu nehmen. Zwar sei der Corona-Pflegebonus eine wichtige Anerkennung für alle Pflegerinnen, Pfleger und Rettungskräfte, die im Zuge der Pandemie Außerordentliches leisten, trotzdem brauche es weitreichende Verbesserungen im Pflegebereich.

"Die 500-Euro-Prämie ist nett, ändert aber nichts an der täglichen Arbeitssituation zwischen schwerer körperlicher Belastung, knappen Personalbemessungen und schlechter Bezahlung. Wir fordern schon seit Langem deutlich höhere Löhne für das Pflegepersonal. Da viele - vor allem auch private - Einrichtungen keine tariflichen Regelungen haben, ist ein allgemein verbindlicher Branchentarifvertrag dringend notwendig. Es darf keinen Wettbewerb um günstige Löhne geben", erklärt die Gesundheitsexpertin und ergänzt: "Die letzten Wochen haben gezeigt: Wir benötigen tiefgreifende Veränderungen im Pflege- und Gesundheitsbereich. Der Profit darf nicht vor dem Menschen stehen. Der Fokus auf die Arbeitsstation von Pflege- und Rettungskräften muss auch nach überstandener Pandemie weiter verbessert werden. Ein 'Weiter so' kann es nicht mehr geben."

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