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08.07.2020

SPD-Dringlichkeitsantrag: Familien brauchen Zukunftsperspektiven in der Corona-Krise

Staatsregierung soll Konzept für eine zweite Welle vorlegen - Sozialpolitikerin Doris Rauscher: Druck aus den Familien nehmen

Die SPD-Landtagsfraktion hat die Staatsregierung aufgefordert, Vorkehrungen zu treffen, um Familien bei einer möglichen zweiten Corona-Welle zu entlasten. In einem entsprechenden Konzept ist insbesondere auf mögliche Alternativen zu Schließungen von Betreuungseinrichtungen und Schulen einzugehen. Regionale Infektionsentwicklungen sollen dabei verstärkt berücksichtigt werden. Außerdem muss das Konzept Maßnahmen für Kinder in besonders belasteten Familiensituationen und mit Behinderung enthalten. Ein entsprechender Dringlichkeitsantrag wird morgen (09. Juli) im Plenum behandelt.

"Die Familien brauchen dringend Perspektiven für den Herbst und den Winter, wenn eine zweite Welle wahrscheinlich wird", erklärt die sozialpolitische Sprecherin der Fraktion Doris Rauscher. "Die Staatsregierung muss deshalb jetzt tätig werden und ein entsprechendes Konzept ausarbeiten. Ich erwarte, dass es spätestens bis Mitte August Ergebnisse gibt, um den Druck aus den Familien zu nehmen! Die Eltern und die Kinder waren, insbesondere zu Beginn der Corona-Krise, einer enormen physischen und psychischen Belastung ausgesetzt - das darf sich in der Form nicht wiederholen."

Die Vorsitzende des Sozialausschusses betont: "Eltern mussten - und müssen überwiegend immer noch - neben der eigenen Berufstätigkeit einen Spagat zwischen Homeschooling, Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen meistern. Viele Familien sind durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie mit erheblichen finanziellen, organisatorischen, teils auch existentiellen Sorgen konfrontiert. Diese Hängepartie muss beendet werden!"

In dem Dringlichkeitsantrag wird die Staatsregierung zudem aufgefordert, konkrete Vorschläge zu machen, wie die vermehrte Personalbedarf in den Einrichtungen der Kinderbetreuung im Freistaat aufgefangen werden kann, der durch die Bildung kleiner, fester Gruppen sowie den Schutz der Beschäftigten der Risikogruppe entsteht.

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