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14.09.2020

Hightech Agenda: Hochschulen brauchen auch ein Sanierungsprogramm

Fraktionsvorsitzender Horst Arnold: Zukunftsplan für die Industrie verlässt sich überwiegend auf Zuschüsse des Bundes

Der Vorsitzende der SPD-Landtgsfraktion Horst Arnold hält den heute (14.9.) im Kabinett präsentierten "Zukunftsplan für die bayerische Industrie" für zu wenig ambitioniert für Bayern. "Bayern tut selbst zu wenig und verlässt sich bei vier der fünf vorgestellten Maßnahmen auf Programme des Bundes oder Europas. Forderungen an andere zu stellen reicht nicht aus, um die Krise zu bewältigen", erklärt Arnold. Die erwähnten Kredithilfen der LfA-Förderbank seien bereits lange bekannt.

Der wissenschaftspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Christian Flisek begrüßt die von der Bayerischen Staatsregierung angekündigte Beschleunigung der Hightech Agenda Bayern. „Nur wenn die bereits angekündigten zusätzlichen Stellen auch zügig ausgeschrieben und besetzt werden, können die dringend notwendigen Innovationsimpulse für bayerische Wissenschaftslandschaft erreicht werden. Jetzt gilt es, die klügsten Köpfe aus der ganzen Welt für die bayerischen Hochschulen und Universitäten zu gewinnen.“

Der Hochschulpolitiker fordert jedoch auch eine Beschleunigung bei der Sanierung der Hochschulen und Universitäten. „In den letzten Jahren hat sich an den bayerischen Hochschulen und Universitäten ein Sanierungsstau von rund zehn Milliarden Euro aufgestaut. Der marode bauliche Zustand zahlreicher Hochschulgebäude stellt weiterhin eine große Bedrohung unserer internationalen Wettbewerbsfähigkeit dar. Die Hochschulen brauchen jetzt dringend ein umfassendes Bau- und Sanierungsprogramm. Allein durch die Förderung von Leuchtturmprojekten und Raumfahrtprogrammen kann die Wissenschaft in Bayern den Anschluss an die internationale Spitze nicht schaffen. Ein Sonderprogramm für die Hochschulsanierung wäre zudem ein hervorragendes Konjunkturprogramm für die gebeutelte bayerische Wirtschaft“

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