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18.09.2020

Kulturelle Vielfalt in Bayern erhalten: SPD fordert Stipendien für soloselbstständige Kultur- und Kreativschaffende

Kulturpolitischer Sprecher Volkmar Halbleib: Staatsregierung soll 15.000 Stipendien in Höhe von 7.000 Euro ausschreiben – Hilfsprogramme greifen nicht – Finanzielle Einbußen nach wie vor existenzbedrohend

Viele Soloselbstständige im Kulturbereich fürchten wegen der Corona-Krise um ihre Existenz. Um ihnen in dieser schwierigen Phase unter die Arme zu greifen, fordert die BayernSPD-Landtagsfraktion ein bayerisches Stipendienprogramm für Künstlerinnen und Künstler sowie Kreative. Das Ziel sei, die Kulturszene Bayerns in ihrer Vielfalt zu erhalten und in der Zeit der Corona-Krise neue kreative Impulse zu setzen, so der kulturpolitische Sprecher Volkmar Halbleib. "Kunst- und Kulturschaffende sowie Kreative müssen in ihrem Schaffen und in ihrer Existenz in dieser Ausnahmesituation unterstützt werden. Denn die Hilfsprogramme greifen nicht wie vorgesehen und die Einbußen der meisten Soloselbstständigen sind nach wie vor existenzbedrohend. Und auch die Perspektiven für den Herbst und Winter sehen nicht gut aus."

Konkret fordert die LandtagsSPD in einem Antrag die Ausschreibung von 15.000 Stipendien, die mit je 7.000 Euro dotiert sind. Das Programm solle umgehend initiiert und zunächst bis Ende März 2021 angeboten werden. Über eine Weiterführung werde dann auf Grundlage der Situation der Kulturschaffenden entschieden. "Bei der Umsetzung muss vor allem darauf geachtet werden, dass die Stipendien nicht auf Arbeitslosengeld II, Überbrückungs- oder Soforthilfen angerechnet werden", betont Halbleib. Mit dem Stipendium könnten qualitativ überzeugende Projekte aller Kunstsparten gefördert werden.

Eine Finanzierung der Kreativ-Stipendien wäre über die nicht abgerufenen Gelder des initiierten Hilfsprogramms für Bayerns Künstlerinnen und Künstler möglich. Denn von den 140 Millionen Euro bereitgestellten Unterstützungsgeldern wurden nur 20 Millionen Euro ausgegeben. Bürokratische Hindernisse und fehlende Kommunikation hätten dazu geführt, dass das Programm die Betroffenen nicht erreicht habe, kritisiert der SPD-Sprecher für Kulturpolitik und ergänzt: "Somit stehen jetzt 120 Millionen Euro zur Verfügung, um Bayerns Kulturschaffende effektiv und zielgerichteter zu unterstützen.

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