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12.10.2020

Neues Sudetendeutsches Museum bewahrt kulturelles Erbe von Bayerns "Viertem Stamm"

Vertriebenenpolitischer Sprecher Volkmar Halbleib: Bereicherung für bayerisch-böhmische Nachbarschaft - Hoffnung auf Realisierung der Dauerausstellung "Unsere Deutschen" in Aussig

Nach über 20-jähriger Planungs- und Bauzeit ist heute (12. Oktober) das Sudetendeutsche Museum in München eröffnet worden. Die SPD-Landtagsfraktion hatte das Museumsprojekt von Anfang an politisch unterstützt und mehrfach im Landtag parlamentarisch auf eine rasche Realisierung gedrängt. Für Volkmar Halbleib, den vertriebenenpolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, kann mit dem Sudetendeutschen Museum „endlich ein weit über die bayerische Landeshauptstadt hinaus sichtbares Zeichen gesetzt werden, das kulturelle Erbe der vor über sieben Jahrzehnten vertriebenen Sudetendeutschen in Bayern zu bewahren und die Geschichte von Bayerns ‚Viertem Stamm‘ - so Bayerns erster Ministerpräsident Wilhelm Hoegner - in Erinnerung zu rufen." Er fügt hinzu: "Ich bin froh und glücklich, dass dieses Projekt nun vollendet ist."

Halbleib betont: „Wir wollen vor allem auch die jüngere Generation in Tschechien und Bayern ansprechen, und ich wünsche mir gute Beziehungen mit vielfältigen Begegnungen. Denn wenn den Ausstellungsbesuchern ermöglicht wird, die historischen Zusammenhänge nachzuvollziehen, wird auch die endlich wieder erreichte gute bayerisch-böhmische Nachbarschaft bereichert.“

Nach der Eröffnung des Museums am Münchner Isarhochufer hofft Halbleib nun, dass auch das von tschechischer Seite initiierte Projekt einer Dauerausstellung „Unsere Deutschen“ über die Geschichte der deutschsprachigen Bevölkerung in Böhmen und Mähren in absehbarer Zeit im Stadtmuseum von Aussig an der Elbe realisiert werden kann.

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