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16.10.2020

SPD will Transformationsbündnisse in der Automobil-Zulieferindustrie in Unterfranken

Politik, Unternehmensvertreter und Betriebsräte diskutieren Wege aus der Krise

Sehr geehrte Damen und Herren,

anbei stellen wir Ihnen Statements aus der SPD-Landtagsfraktion zum Fachgespräch "Die Krise der Automobilzulieferbranche trifft Unterfranken - Einschätzungen, Herausforderungen und Lösungsansätze" zur Verfügung. (16.10. Stadthalle Schweinfurt, Sperrfrist 15 Uhr.)

Die Corona-Krise darf kein Vorwand für Stellenabbau sein. Dies sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende Horst Arnold vor dem Treffen von Landes- und Bundespolitikern mit Betriebsräten und Vertretern von unterfränkischen Automobilzulieferen im unterfränkischen Schweinfurt. Standortschließungen, Verlagerungen an Billigstandorte und betriebsbedingte Kündigungen seien unbedingt zu verhindern. "Um dies zu erreichen, wollen wir Transformationsbündnisse einrichten, in denen Unternehmen, Gewerkschaften, Politik und Wissenschaft eingebunden werden und die gemeinsam Wege aus der Krise suchen. Es kommt darauf an, in Zukunftstechnologien zu investieren und Reformprozesse gemeinsam mit den Beschäftigten zu gestalten", erklärt Arnold. Ziel müsse es sein, Wertschöpfung und nachhaltige Arbeitsplätze in Bayern zu halten und neue zu schaffen.

Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion und unterfränkische Abgeordnete Volkmar Halbleib erinnert sich noch gut an die letzte Krise mit dem Einbruch der Kugellager-Industrie vor 25 Jahren. "Wir wissen, was dieser Einbruch mit dem Verlust von tausenden von Arbeitsplätzen ausgelöst hat. Das wollen wir unbedingt vermeiden. Deswegen unterstütze ich den Antrag aus Mainfranken, Mittel aus dem Konjunkturpaket des Bundes für ein konkretes Transformationsprojekt in die Region zu bekommen. Ich setze voll auf eine konzertierte Aktion von Unternehmen, Betriebsräten, Gewerkschaften und der Politik. Und zu einem erfolgreichen Transformationsbündnis in der Region gehören vor allem auch die Hochschulen." Die Arbeitsplätze in der Automobilzulieferindustrie seien in der Region Unterfranken von herausragender strukturpolitischer Bedeutung, besonders der Standort Eltmann, so Halbleib.

Die regionale Abgeordnete Martina Fehlner aus Aschaffenburg ist stolz auf die starke Automotive Region mit einer 100-jährigen Tradition und mehr als 11.000 Beschäftigen in 50 Unternehmen. Sie regt einen regionalen Innovationsfonds vor. Dieser soll kleine und mittelständische Zulieferunternehmen unterstützen, die einerseits innovativ sind und sich zum Arbeitsplatzerhalt in der Region bekennen. "Außderdem brauchen wir den Wissenschaftstransfer von den Hochschulen in die Unternehmen. Ein wichtiges Thema ist hierbei die Entwicklung des autonomen Fahrens", sagt Fehlner.

Ablaufplan

Fachgespräch „Die Krise der Automobilzuliefererbranche trifft Unterfranken – Einschätzungen, Herausforderungen und Lösungsansätze“

am Freitag, 16. Oktober um 15 Uhr in der Stadthalle Schweinfurt (Friedrich-Ebert-Straße 20)

Begrüßung durch den Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion Horst Arnold, MdL, Moderation der Veranstaltung durch Volkmar Halbleib, MdL

Statement der Unternehmen: Petru-Catalin Scafaru (Werkleiter Schaeffler Technologies AG & Co. KG Schweinfurt) Hans-Jürgen Schneider (Standortleiter ZF Friedrichshafen AG Schweinfurt)

Statement der Betriebsräte: Jürgen Schenk (Betriebsratsvorsitzender Schaeffler Standort Schweinfurt) Klaus Mertens (Fachreferent Betriebsrat) in kurzfristiger Vertretung für Oliver Moll (Betriebsratsvorsitzender ZF Friedrichshafen AG Schweinfurt)

Statement aus dem Landtag: Horst Arnold, MdL (Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion) Volkmar Halbleib, MdL (Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion)

Statement aus dem Bundestag: Martin Rosemann, MdB (stellvertretender Sprecher der AG Arbeit und Soziales der SPD-Bundestagsfraktion) Bernd Rützel, MdB (Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestags)

Statement aus der Kommunalpolitik: Ralf Hofmann (Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion Schweinfurt)

089 4126 2347