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21.10.2020

Schutz der Kinder muss in der Corona-Krise Priorität haben

Arbeitsschwerpunkt morgen im Sozialausschuss - Schutzkonzepte für Schulen - Kindergrundsicherung voranbringen und Medienkompetenz stärken

Der Sozialausschuss im Bayerischen Landtag setzt am morgigen Donnerstag (22.10.) den Schwerpunkt zum Thema Kinderschutz fort. Damit werden die Ergebnisse der von der SPD beantragten Anhörung vom 18. Juni parlamentarisch umgesetzt. "Gerade in der Corona-Krise müssen die Bedürfnisse der Kinder Priorität haben", erklärt die Vorsitzende des Sozialausschusses, Doris Rauscher. Insgesamt legt die SPD-Landtagsfraktion 16 Anträge vor, elf davon stehen morgen auf der Tagesordnung.

Die SPD setzt sich unter anderem für mehr Medienkompetenz von Kindern ein. Dafür braucht es nach Auffassung von Rauscher mehr Schulungen und Angebote für Kinder und Jugendliche, damit sie Gefahren in der digitalen Welt erkennen und darauf reagieren können. Damit soll verhindert werden, dass junge Menschen Opfer von Mobbing im Netz werden. "Gerade in der Corona-Krise verbringen Kinder und Jugendliche viel mehr Zeit vor den Bildschirmen. Oft sind sie dabei sich selbst überlassen", bedauert Rauscher.

Die SPD-Sozialpolitikerin will weiter eine Grundsicherung für Kinder und fordert dazu in einem entsprechenden Antrag die Unterstützung des Anliegens auf Bundesebene. "Trotz guter wirtschaftlicher Entwicklung in Deutschland wächst jedes fünfte Kind in Deutschland in Armut auf - mit steigender Tendenz. Eine eigene Existenzsicherung sorgt auch für mehr Teilhabe an Bildung. Ich appelliere an CSU und Freie Wähler, hier nicht weiter zu blockieren", sagt die Abgeordnete aus Ebersberg.

Die SPD will weiter Kinderschutzkonzepte für alle Schulen in Bayern in Form eines Leitfadens für Lehrkräfte und alle, die im Schulkontext arbeiten. "So ein Leitfaden ist wichtig, um Gefährdungen von Kindern zu erkennen und darauf zu reagieren."

Rauscher bedauert, dass CSU und Freie Wähler bisher keine Vorschläge der Opposition aufgegriffen hat: "Im Interesse der Kinder appelliere ich an CSU und Freie Wähler, unsere Vorschläge konstruktiv aufzugreifen."

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