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23.10.2020

SPD: Kaffeesteuer für fairen Kaffee abschaffen

Markus Rinderspacher: Gut für die Umwelt und bessere Löhne

Die Landtags-SPD fordert in einem Antrag, die Kaffeesteuer für fair gehandelten Kaffee abzuschaffen. Europasprecher Markus Rinderspacher: „Wenn wir fairen Kaffee steuerlich besser stellen, stärkt das den nachhaltigen Konsum in Deutschland und führt zu höheren Absätzen in den Produktionsländern. Fairer Kaffee ermöglicht bessere Löhne, nachhaltiges Wirtschaften und schont die Umwelt.“

Rinderspacher erinnert daran, dass sich die Bundesregierung mit ihrer Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (DNS) dafür ausgesprochen hat, nachhaltigen Konsum zu fördern. Bei der Kaffeesteuer handelt es sich um eine deutsche Verbrauchsteuer. Das Steueraufkommen steht dem Bund zu. Die Kaffeesteuer beträgt aktuell für Röstkaffee 2,19 Euro je Kilogramm und für löslichen Kaffee 4,78 Euro je Kilogramm. Die jährlichen Steuereinnahmen liegen bei etwa 1 Mrd Euro. Der Marktanteil von fairem Kaffee liegt in Deutschland jedoch nur bei rund fünf Prozent.

„Viele Kaffeebauernfamilien bekommen weniger als 2 Dollar am Tag“, sagt Rinderspacher. „Mit der Kaffeesteuerfreiheit für fairen Kaffee unterstützen wir bessere Arbeits- und Lebensbedingungen durch stabile Mindestpreise und die zusätzliche Sozialprämie für knapp 850.000 Kleinbauern, die in 30 Ländern weltweit Kaffee nach Fairtrade-Standards anbauen, sie produzieren fast 550.000 Tonnen Fairtrade-Kaffee.“

Rinderspacher erinnert auch an die besondere Verantwortung des Freistaats Bayern für sein Partnerland Äthiopien. Äthiopien ist als Ursprungsland des Kaffees fünftgrößter Exporteur von Kaffee. Über 15 Millionen Menschen arbeiten hier während der Kaffeeernte.

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