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26.10.2020

SPD fordert Bayerisches Ausbildungswerk für Afrika

Markus Rinderspacher: Gute berufliche Bildung schützt vor Jugendarbeitslosigkeit

Die Landtags-SPD fordert in einem Antrag, ein Gemeinschaftswerk von Freistaat und Bayerischer Wirtschaft zu gründen, um die duale Berufsausbildung in Bayerns afrikanischen Partnerländern zu fördern. Ziel ist es, die Voraussetzungen für eine beschäftigungsorientierte Entwicklung des Bildungs- und Ausbildungssystems in Äthiopien, Senegal, Tunesien und den südafrikanischen Provinzen Westkap und Gauteng zu verbessern.

Europasprecher Markus Rinderspacher: „Das enorme Wirtschaftswachstum afrikanischer Volkswirtschaften bietet bayerischen Unternehmen vielversprechende Geschäftsmöglichkeiten. Eine praxisnahe und beschäftigungsorientierte Berufsausbildung kommt der Nachfrage von Unternehmen nach qualifizierten Fachkräften vor Ort nach. Die duale Ausbildung führt zur Kompetenzbildung in Afrika - und dort zu mehr Direktinvestitionen und wirtschaftlichem Wachstum.“ Rinderspacher betont, fehlende Bildungsmöglichkeiten führten nicht nur zu schlechten Aussichten für die persönliche und die berufliche Entwicklung, sondern seien auch ein Grund dafür, warum viele junge Menschen auf der Suche nach einer besseren Zukunft ihre Heimat verlassen.

Ein Bayerisches Gemeinschaftswerk zur Förderung der dualen Ausbildung in Bayerns afrikanischen Partnerländern solle mit beruflichen Ausbildungszentren sowie Aus- und Weiterbildungsprogrammen einen Beitrag zu Beschäftigung und Qualifizierung leisten, so Rinderspacher.

In Afrika sind rund 60 Prozent der Arbeitslosen unter 25 Jahre alt, wobei junge Frauen besonders betroffen sind. Nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) drängen bis 2035 jährlich rund 18 Millionen neue Arbeitskräfte auf den afrikanischen Arbeitsmarkt.

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