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04.11.2020

SPD-Anfrage zeigt: Über 40.000 Schüler seit Schulbeginn in Quarantäne

Fraktionsvorsitzender Horst Arnold: Für Distanzunterricht müssen digitale Leihgeräte zur Verfügung stehen – Bildungsungerechtigkeiten unbedingt verhindern

Knapp 2,5 Prozent der bayerischen Schülerinnen und Schüler waren seit Beginn des Schuljahres 2020/2021 – also in den ersten sieben Schulwochen (Stichtag 26. Oktober) – in Corona-Quarantäne und konnten deshalb nicht am Präsenzunterricht teilnehmen. Dies entspricht rund 40.000 Schülerinnen und Schülern. Nur 0,11 Prozent der Schülerinnen und Schüler waren positiv getestet worden. Das zeigt die Antwort der Staatsregierung auf eine aktuelle Anfrage des SPD-Fraktionsvorsitzenden Horst Arnold. Für den Kita-Bereich, den Arnold ebenfalls abgefragt hatte, liegen der Staatsregierung nach eigenen Angaben keine Erkenntnisse vor.

Angesichts der vorgelegten Zahlen für den Schulbereich fordert Arnold, den Schülerinnen und Schülern für den notwendigen Distanzunterricht ausreichend digitale Endgeräte wie Tablets oder Laptops zur Verfügung zu stellen: „Das Schuljahr hat gerade erst begonnen – und schon können Zehntausende von Schülerinnen und Schülern nicht am Präsenzunterricht teilnehmen. Umso wichtiger ist es, dass sie nicht abgehängt werden vom Bildungsbetrieb, sondern auch zu Hause guten digitalen Unterricht wahrnehmen können. Dafür brauchen sie das entsprechende Equipment in Form von Leihgeräten.“ Erst Ende September hatte die SPD-Landtagsfraktion hierzu einen Dringlichkeitsantrag eingereicht.

Der SPD-Fraktionschef hält die klassen- oder stufenweise Quarantäne von Schülerinnen und Schülern in der Regel für vertretbar, solange sie dem Anspruch der Verhältnismäßigkeit und der Zielgenauigkeit gerecht werde. Generelle Schulschließungen sieht er hingegen kritisch, wie er zuletzt unter anderem im Rahmen der Aussprache zur Regierungserklärung von Ministerpräsident Söder am 20. Oktober betonte: „Ein Lockdown für die Jüngsten kann immer nur die Ultima Ratio sein.“

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