SPD zu Regierungserklärung: Junge Menschen jetzt schnell impfen

SPD zu Regierungserklärung: Junge Menschen jetzt schnell impfen

05. Mai 2021

Gesundheitspolitische Sprecherin Waldmann: Inzidenzwerte dramatisch hoch - Insgesamt gute Entwicklung könnte sich sehr schnell umkehren, wenn nichts geschieht

Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Ruth Waldmann hat heute (5.5.) in ihrer Erwiderung auf die Regierungserklärung von Gesundheitsminister Klaus Holetschek mit einem Dringlichkeitsantrag eine Sonderimpfkampagne für junge Menschen gefordert. „Es brennt bei den Jugendlichen, und wir müssen dieses Feuer löschen. Deshalb braucht es sofort eine Sonderimpfkampagne für junge Menschen“, erklärt Waldmann.

Inzwischen seien die Infektionszahlen in dieser Bevölkerungsgruppe dramatisch hoch, teils mit Inzidenzzahlen über 300 oder gar 500 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, erklärt die stellvertretende Vorsitzende des Gesundheitsausschusses. „Darum halte ich es für sinnvoll, Jugendliche und junge Erwachsene ab 16 Jahren, für die Vakzine bereits zugelassen sind, möglichst rasch zu impfen. Sie sind jetzt besonders gefährdet und haben sehr unter den Einschränkungen zu leiden. Außerdem stehen viele junge Menschen vor wichtigen Abschlussprüfungen in der Schule oder der Ausbildung“, so die Münchner Abgeordnete. Dadurch kämen sie trotz hoher Inzidenzzahlen häufig im Präsenzunterricht oder Betrieb zusammen.

Waldmann warnt: „Die schnelle Impfung von jungen Menschen ist deshalb absolut vordringlich. Wenn wir hier nichts tun, wird sich die aktuell positive Entwicklung sehr schnell umkehren, mit Folgen für alle“, sagt Waldmann.

An den Corona-Hotspots in den bayerischen Grenzregionen habe man sehen können, dass mit einer Sonderimpfkampagne die teilweise dramatische Lage relativ rasch in den Griff zu bekommen war: „Das müssen wir jetzt auch bei den jungen Menschen schaffen und zwar zügig“, betont Waldmann. „Viele junge Menschen haben sich noch nicht beim bayerischen Impfportal registriert, weil man ihnen ja sagte, dass sie noch lange nicht an der Reihe seien – die müssen wir nun schnell erreichen!“ Dies müsse das bayerische Gesundheitsministerium möglichst sofort auf den Weg bringen, so Waldmann.

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