Steigende Gewalt gegen Polizeibeamte: Angriff auf unsere Demokratie

17. Mai 2021

Innenpolitischer Sprecher zu aktuellen Zahlen der Staatsregierung: Zusammenhang von Gewalt im Zusammenhang mit Alkoholkonsum ist besorgniserregend - Kampagne für Jugendliche gefordert

Für den innenpolitischen Sprecher der BayernSPD-Landtagsfraktion Stefan Schuster sind die heute von Innenminister Herrmann präsentierten Zahlen des Innenministers zu Gewalt gegen Polizeibeamte und Rettungsdienste ein Alarmsignal. "Sechs versuchte Tötungen, neun Fälle mit Schusswaffe und 200 verletzte Polizeibeamte mehr als im Vorjahr - das ist dramatisch. Wer Polizistinnen und Polizisten, Rettungskräfte und Feuerwehrleute bei der Ausübung ihres Berufes angreift, greift auch unsere Demokratie an", so Schuster. "Dass die Zahlen der Angriffe gestiegen sind, ist keine Überraschung, aber eine angespannte Situation für alle durch die Pandemie darf keine Entschuldigung für Gewalt sein. Umso mehr muss Innenminister Herrmann jetzt seine Beamtinnen und Beamten schützen."

Keine Überraschung sei auch, dass der Anteil alkoholisierter Männer bei den Übergriffen gegen die Polizeibeamten wie üblich hoch sei - 84 Prozent der Straftaten seien von Männern verübt worden, 64 Prozent aller Straftäterinnen und Straftäter hätten unter Alkoholeinfluss agiert. "Eine Binsenweisheit ist, dass junge Männer unter Alkoholeinfluss oft zu Gewalt neigen. Was es unabhängig von der Gewalt gegen Polizeibeamte braucht, ist eine Kampagne zu Alkoholeinfluss im Zusammenhang mit körperlicher Gewalt, die sich explizit an Jugendliche wendet. Insbesondere der Vorfall im Englischen Garten, bei dem vergangene Woche mehrere hundert junge Menschen Polizistinnen und Polizisten angriffen, zeigt die Notwendigkeit einer solchen Maßnahme."

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