Keine Kita-Plätze, keine Erzieher:innen: SPD will den Beruf attraktiver machen und die Ausbildung verbessern.

20. Oktober 2022

Ohne Erzieher:innen keine Kita-Plätze - und damit keine Betreuung für Bayerns Kinder. Die Ergebnisse der Bertelsmann-Studie sind alarmierend, betont Doris Rauscher, Vorsitzende des Sozialausschusses im Bayerischen Landtag und sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion. Die SPD fordert CSU und Freie Wähler auf, endlich wirksame Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel zu ergreifen - wie sie die SPD seit vielen Jahren fordert. "Das ist der Freistaat unseren Kindern und ihren Familien schuldig."

Zu große Gruppen, zu schlechte Personalschlüssel, immer noch zu wenig Zeitkontingente für Leitungskräfte und im Bundesvergleich deutlich geringere Investitionen in die Kitas - das sind die Ergebnisse des aktuellen Ländermonitors der Bertelsmann-Stiftung zur frühkindlichen Bildung für Bayern. Für Doris Rauscher alarmierende Zahlen: „Die Qualität in den bayerischen Kitas hinkt nach wie vor den Anforderungen hinterher – gerade für die Jüngsten bräuchten wir pädagogisch sinnvolle Gruppengrößen und gute Personalschlüssel. Davon kann in Bayern leider wieder keine Rede sein. Bei der Staatsregierung müssen angesichts der neuen Zahlen endlich alle Alarmglocken klingen, und der Turbo für Verbesserungen bei der Kitaqualität muss eingelegt werden.“

Erschreckend sind für die gelernte Erzieherin Rauscher auch die hohe Zahl von fast 62.000 fehlenden Kitaplätzen und den dafür benötigten zusätzlichen 35.300 Fachkräften: „Umso wichtiger sind jetzt Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel. Wir brauchen mehr Ausbildungskapazitäten, eine gute Praxisanleitung in der Ausbildung, eine schnellere Anerkennungen von Fachkräften mit ausländischen Abschlüssen oder den Einsatz von zusätzlichen Fachkräften, beispielsweise aus dem Bereich der Sprachförderung oder Inklusion. Vor allem braucht es bessere Arbeitsbedingungen, damit sich wieder mehr Menschen für dieses tolle Berufsfeld begeistern. Der Freistaat muss hier endlich mehr investieren und darf nicht länger abwarten. Gute Vorschläge für Veränderungen bringen wir als SPD seit Jahren in die Debatte ein – es wird Zeit, dass diese aufgegriffen und umgesetzt werden."

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